Zentrale Frage

Neuverpflichtung oder Systemumstellung: Wie wird der HSV torgefährlicher?

Glatzel kam als Sturmhoffnung im Sommer nach Hamburg.
Glatzel kam als Sturmhoffnung im Sommer nach Hamburg. Foto: Martin Rose/Getty Images

Der HSV hadert im bisherigen Saisonverlauf damit, Punkte leichtfertig zu verschenken - weil vor allem im Offensivbereich Chancen zu einfach vergeben werden. Doch wie kann sich dies ändern?

Der Angriff des HSV ist mit bislang 20 erzielten Toren in 13 Ligaspielen zwar weitaus nicht der schwächste der Liga (FC Ingolstadt mit acht), dafür präsentieren sich aber der FC St. Pauli (28), Jahn Regensburg (29), SC Paderborn (28), SV Darmstadt 98 (31) und auch der FC Schalke 04 (22) stärker bei der Chancenverwertung. Das Problem des HSV liegt auch darin, dass Cheftrainer Tim Walter mit Robert Glatzel (sechs Tore), Mortiz Heyer (fünf) und Sonny Kittel (drei) nur drei Akteure im Kader hat, die sich bislang torgefährlich präsentieren.

Boldt sieht keine Probleme am System

Walter hält meist an einem offensiv ausgerichteten 4-3-3 fest. Am System mag es damit wohl eher nicht liegen. Zumindest meinte dies kürzlich Sportvorstand Jonas Boldt, der dafür andere Defizite festmachte: "Dass der HSV oft eine knappe Führung nicht nach Hause bringt, ist nicht zwingend ein Systemproblem, sondern auf noch mangelnde Erfahrung und Abgezocktheit zurückzuführen."

Die zentrale Frage dürfte sich damit dem Kaderplaner stellen, ob der HSV im Januar noch einen neuen Torjäger gebrauchen könnte? Einen weiteren Offensivmann, der eine gewisse Torgarantie gibt. Ob ein solcher kommt, das wird sich letztlich aber erst im Januar zeigen.

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Adrian Kuehnel  
16.11.2021