Eintrachts Rechtsverteidiger

Wie Phönix aus der Asche: Da Costas starkes Comeback

Danny da Costa (r.) feierte gegen Bayer Leverkusen sein Startelfcomeback. Foto: Getty Images

Über Wochen hinweg saß Danny da Costa bei Eintracht Frankfurt nur noch auf der Tribüne. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Bayer Leverkusen stand er wieder erstmals in der Startelf - und agierte beim 5:2-Heimerfolg so, als wäre er nie weg gewesen. 

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Fast drei Monate lang musste Danny da Costa auf seinen Startelfeinsatz warten. Letztmals begann der 28-Jährige beim 1:1 in Wolfsburg am 19. September. Anschließend fand er sich sechs Spiele sogar auf der Tribüne wieder. Aufgesteckt hat der Rechtsverteidiger in dieser Zeit aber keinesfalls. Im Training performte der Defensivspieler immer besser und kämpfte sich immer näher an die Mannschaft heran. Nach seiner Einwechslung in der Europa League bei Fenerbahce Istanbul (1:1) am vergangenen Donnerstag folgte mit dem Startelfcomeback gegen seinen langjährigen Verein Bayer Leverkusen die nächste Belohnung. 

"Mit vollster Überzeugung in die Startelf gestellt"

52 Ballkontakte, 57 Prozent gewonnene Zweikämpfe und eine fehlerfreie Leistung: Da Costa fand deutliche Argumente, warum Trainer Oliver Glasner im Hinrundenendspurt weiter auf den Verteidiger setzen sollte. Der wiederum strotzte auf dem Platz nur so vor Selbstbewusstsein - trotz schwerer Monate bei der Eintracht. Auf Nachfrage von fussball.news erklärte Glasner nach dem Spiel: "Außen vor ist der falsche Ausdruck. Danny und Martin Hinteregger haben weniger gespielt, weil auch andere gute Leistungen gebracht haben. Danny war schon wieder im Kader, weil ich es die letzten Wochen im Training gesehen habe. Deshalb habe ich ihn heute mit vollster Überzeugung in die Startelf gestellt." Der habe sich "nahtlos" in die Mannschaft integriert. Für den Österreicher eine beachtliche Leistung, weil dem Spieler der nötige Rhythmus gefehlt habe.

Da Costas Vertrag läuft aus - denkt Krösche jetzt um? 

Nach 85 Minuten war gegen Leverkusen, von Krämpfen geplagt, Schluss für da Costa. Gemeinsam mit Kumpel Djibril Sow verließ dieser den Platz - unter Beifall der 12000 Zuschauer. Ein eindrucksvolles Comeback, das so in den vergangenen Wochen kaum zu erwarten war. Da Costas Vertrag läuft im Sommer aus, Verhandlungen zur Verlängerung liegen seit September auf Eis. Sportvorstand Markus Krösche machte nach dem Kantersieg gegen die Werkself deutlich: "Man sieht, dass die Jungs, die zuletzt wenig gespielt haben, wie Danny da Costa, es sehr gut gemacht haben. Das heißt: Wir brauchen jeden Spieler, gerade, wenn du alle drei Tage spielst." Nach einem Winterabgang klingt das nicht. Gut möglich, dass sich Krösche bald auch wieder Gedanken um eine Verlängerung macht. Spielt da Costa konstant so wie gegen seinen Ex-Klub, wäre das nur folgerichtig. Brisant: Am Mittwoch (18:30 Uhr) geht es für da Costa und die Eintracht zur kriselnden Borussia Mönchengladbach und Ex-Trainer Adi Hütter. Dort dürfte der Außenverteidiger zusätzlich motiviert sein.  

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Benjamin Heinrich  
13.12.2021