Immer wieder Gerüchte

Wie hoch sind die Chancen auf einen Kostic-Verbleib?

Filip Kostic spielt seit 2018 bei Eintracht Frankfurt.
Filip Kostic spielt seit 2018 bei Eintracht Frankfurt. Foto: fussball.news/Dominik Claus

Filip Kostic zählt bei Eintracht Frankfurt zum Tafelsilber, der Serbe hat sich zum Star der Mannschaft entwickelt. Doch bleibt er auch ein drittes Jahr bei den Hessen? Die Chancen stehen trotz Verpassens des internationalen Wettbewerbs gar nicht so schlecht.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

"Eintracht Frankfurt hat mich wieder ins Leben zurückgeholt und meine Karriere wiederbelebt!" Es war ein Satz, den Filip Kostic im Sommer in einem Gespräch mit dem vereinseigenen Magazin voller Überzeugung gesagt hat. Der Serbe fühlt sich am Main vollumfänglich wohl, auch wenn ihm seine Kollegen Luka Jovic, Ante Rebic und nun auch Mijat Gacinovic etwas fehlen. Doch die Tatsache, dass ihn Trainer Adi Hütter von der "untersten in die oberste Schublade" gepackt hat, ist enorm viel wert für den 27-Jährigen.

Spieler wie Kostic sind "immer gefragt"

Kostic hat sich dieses Vertrauen und den Status als Superstar der Eintracht mit 22 Treffer, 31 Vorlagen und vielen starken Leistungen in 97 Pflichtspielen erarbeitet. Natürlich weckt diese Performance Begehrlichkeiten, wie auch Sportdirektor Bruno Hübner auch Nachfrage von fussball.news feststellte: "Ein Spieler wie Filip Kostic ist immer gefragt, da gibt es häufiger Anfragen."

Komfortable Situation für die Eintracht

Doch die Frankfurter befinden sich in einer komfortablen Situation: Der Vertrag von Kostic läuft noch bis 2023, eine Ausstiegsklausel ist nicht verankert. 30 Millionen Euro sollen es mindestens werden - eine hohe Summe, die vor allem in Coronazeiten nicht jeder Klub zu zahlen bereit ist. So hatte der FC Barcelona im Frühjahr nach fussball.news-Informationen ein Angebot vorbereitet, doch dieses aus zweierlei Gründen nicht abgegeben.

Keine gute Form nach dem Re-Start

Erstens: Die Coronakrise geht auch am spanischen Topklub nicht vorbei. Und zweitens: Kostic hat vor und nach dem Re-Start nicht überzeugt. Als die Hessen fünfmal in Folge verloren, konnte sich auch der Nationalspieler gegen die Topteams aus Dortmund oder München nicht in Szene setzen. Doch gerade in diesen Partien schauen die Scouts der großen Mannschaften ganz genau hin. Zudem ist der Linksfuß ein reiner Spezialist, auf der rechten Seite kann er nicht eingesetzt werden.

"Fühlt sich total wohl"

"Ich kann mir gut vorstellen, dass er bleibt. Filip fühlt sich total wohl in Frankfurt", betonte Hübner. Bislang sei kein Angebot eingeflattert, "dass uns zusagt". Die Chancen auf einen Verbleib sind nicht gerade gering, man kann tatsächlich von einer völlig offenen 50/50-Entscheidung reden. Auch ausländische Klubs werden bei der Personalplanung keine Experimente eingehen, bei einem 30-Millionen-Transfer muss die Überzeugung vorhanden sein.

Bei Topangebot legt die Eintracht keine Steine in den Weg

Klar ist aber auch: Wenn bis zum 5. Oktober noch ein Team der Güteklasse Inter Mailand, Atletico Madrid oder Tottenham Hotspur anklopft und die geforderte Summe bezahlt, wird die Eintracht Kostic keine Steine in den Weg legen. Als die "Büffelherde" vor einem Jahr auseinanderbrach, blieb der Flügelflitzer ohne Murren bei der Eintracht und nahm das Nein der Hessen bezüglich eines Abgangs geräuschlos hin. Ob sich ein solches Szenario wiederholen würde?

 

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Christopher Michel  
03.09.2020