FC-Vize

Wettich: "Diese Bedingungen überlebt kein normaler Bundesligist einfach so"

Die Bundesliga-Klubs leiden unter fehlenden Ticket-Einnahmen. Foto: SASCHA SCHUERMANN/AFP via Getty Images
Die Bundesliga-Klubs leiden unter fehlenden Ticket-Einnahmen. Foto: SASCHA SCHUERMANN/AFP via Getty Images

Die Bundesligisten stehen kurz vor dem Eintritt in die Pflichtspielsaison. Hoffnungen auf eine flächendeckende Rückkehr von Fans haben sich zerschlagen. Entsprechend leiden auch weiterhin die Einnahmen. Carsten Wettich vom 1.FC Köln sieht die Krise noch lange nicht überwunden.

"Keiner weiß, wann wir wieder vor Zuschauern spielen, geschweige denn, wann das Stadion wieder komplett voll sein wird", so der Vizepräsident gegenüber dem Express. "Längere Zeit unter diesen Bedingungen kann kein normaler Bundesligist einfach so überleben." Die Auswirkungen der Krise werden dabei aus Sicht von Wettich noch sehr lange Begleiter der Entscheidungsträger in der Bundesliga sein. Dabei gehe es etwa um Sponsoring-Einnahmen oder die Nachfrage von Tickets und Merchandising-Artikeln. 

Investoren wären der falsche Weg

"Akut sind wir nicht existenzbedroht, wir haben unsere Kreditlinien, einen Eigenkapital-Puffer und bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet", ist Wettich für den FC um Beruhigung der Gemüter bemüht. Der Vorstand, dem der Jurist bislang nur kommissarisch angehört, sei der Überzeugung, die Suche nach externen Investoren sei aktuell der falsche Weg. "Man würde für einen Preis unter Wert Anteile abgeben, nur um Löcher zu stopfen, das bringt dich nicht weiter", so Wettich. "Wir müssen da aus eigener Kraft rauskommen." Hilfreich sei freilich die große Unterstützung der Partner und Anhänger des 1.FC Köln.

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Lars Pollmann  
01.09.2020