Verein mit Statement

Werte des HSV mit WM in Katar "nicht in Einklang zu bringen"

Der HSV steht für Toleranz. Foto: Stuart Franklin/Getty Images
Der HSV steht für Toleranz. Foto: Stuart Franklin/Getty Images

Die Weltmeisterschaft in Katar gilt als umstritten und sorgt deshalb für reichlich Diskussionsstoff. Nun gibt auch der HSV eine Stellungnahme ab, wie der Verein mit der WM umgeht.

"Der Verein verhält sich weltanschaulich, parteipolitisch und konfessionell neutral und steht zur freiheitlich demokratischen Grundordnung. Er bekennt sich zu den Grundsätzen der Menschenrechte. Er tritt rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen sowie diskriminierenden und fremdenfeindlichen Verhaltensweisen, insbesondere aufgrund der Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, des Geschlechts, des Alters, der sexuellen Identität oder einer Behinderung, aktiv entgegen", lautet es in der Vereinssatzung des HSV.

"Diskussion zum Anlass nehmen, unsere eigene Arbeit zu überprüfen"

Die Hanseaten schreiben auf ihrer Website: "Da etliche demokratische Grundwerte in Katar nicht erfüllt sowie Grund- und Menschenrechte erheblich missachtet werden, ist die Vergabe der WM nach Katar eindeutig falsch." Und weiter: "Die Werte, für die der HSV steht, sind mit diesem Turnier nicht in Einklang zu bringen. Wir sind uns aber darüber bewusst, dass der kritische Blick nicht in Katar enden kann und darf, sondern alle beteiligten Systeme betrifft." Es seien alle "gefordert, immer wieder für unsere gesellschaftlichen Werte einzustehen und für sie zu kämpfen". Der HSV wolle deshalb "die Diskussion zum Anlass nehmen, unsere eigene Arbeit zu überprüfen und sensibilisiert die Zukunft zu gestalten. Wir befinden uns mit Blick auf unser Werteverständnis und unserer ökologischen sowie ökonomischen Ausrichtung auf einem klar definierten Weg, wissen anstehende Herausforderungen aber selbstkritisch einzuordnen".

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Adrian Kuehnel  
19.11.2022