Bremer Matchplan

Werner: Worauf es für Werder gegen Leverkusen ankommen wird

Ole Werner bereitet Werder Bremen auf das Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen vor. Foto: Getty Images.
Ole Werner bereitet Werder Bremen auf das Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen vor. Foto: Getty Images.

In den letzten drei Bundesligaspielen hat Werder Bremen die ersten beiden Niederlagen kassiert. Ole Werner hat allen voran in der Nachbetrachtung der Partie gegen Eintracht Frankfurt Erkenntnisse gewonnen, die sich gegen Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr) als hilfreich erweisen könnten.

Auf dem Papier scheint alles für einen Auswärtssieg von Werder Bremen bei Bayer Leverkusen angerichtet zu sein. Während die Grün-Weißen aus drei Partien in der Fremde sieben Punkte mitgenommen haben, hat Leverkusen bisher alle Heimspiele verloren und weist ein Torverhältnis von 3:8 vor. Ole Werner ist sich jedoch bewusst, dass die Ergebnisse der Werkself nur bedingt im Einklang mit ihrer Leistungen sind und warnte deshalb gemäß dem Weser Kurier vor einer schweren Aufgabe: "Wir wissen, dass wir über 90 Minuten eine Leistung brauchen, die am absoluten Limit dessen ist, was wir spielen können."

Lehren aus dem Frankfurt-Spiel

Nicht zuletzt der Leverkusener Sieg in der Champions League gegen Atletico Madrid (2:0) dürfte die Sinne bei seinen Spielern geschärft haben. Doch auch die Niederlagen gegen Eintracht Frankfurt (3:4) und den FC Augsburg (0:1) haben Werder darauf eingestellt, dass die Bundesliga kein Spaziergang wird. Allen voran das furiose Spiel gegen die Hessen ist Werner im Gedächtnis geblieben: "Es war das erste Mal, seit ich bei Werder bin, dass wir mit diesem Tempo, dieser Spielgeschwindigkeit konfrontiert wurden", erinnerte sich der Werder-Coach und erläuterte, worauf es ankommt, um gegen solche Mannschaften zu bestehen: "Wenn man Geschwindigkeit beim Gegner verteidigen möchte, dann muss man die Zwischenräume und den Raum hinter der Kette vernünftig kontrolliert bekommen. Das hat mit den Abständen zwischen den Mannschaftsteilen zu tun und damit, zu erkennen, wann man tiefer angespielt werden kann und wann nicht."

Werner: Darauf kommt es für Werder an 

Auch Leverkusen verfügt über ein hohes Tempo, das insbesondere Moussa Diaby und Jeremie Frimpong in der laufenden Saison auf den Platz gebracht haben. Die Lehren aus dem Frankfurt-Spiel lassen sich daher auch auf die kommende Aufgabe übertragen. "Für uns sind folgende Themen ganz entscheidend", erläuterte Werner, "Timing, Kompaktheit und das Erkennen von Spielphasen verbunden mit der Frage, wann ich hoch anlaufen soll oder eher tief verteidigen muss." Erreichen die Spieler am Samstag ihre Top-Form, könnte möglicherweise ein weiterer Punktgewinn verbucht werden.

Florian Bajus  
16.09.2022