Werder Bremen

Werner: Winter-Transfermarkt "ist sicher eine Gefahr"

Werner schaut in der Bundesliga eher nach hinten denn nach vorn. Foto: Getty Images
Werner schaut in der Bundesliga eher nach hinten denn nach vorn. Foto: Getty Images

Werder Bremen überwintert mit für einen Aufsteiger herausragenden 21 Punkten nach 15 Spieltagen in der Bundesliga auf Tabellenplatz neun. Die Hanseaten liegen dabei nur vier Zähler hinter den Europapokalrängen, haben schon sieben Vorsprung auf die Abstiegszone. Dennoch geht der Blick von Ole Werner eher nach hinten.

Der Chefcoach, der kurz vor seinem ersten Dienstjubiläum an der Weser steht, betätigt sich dabei nicht in Tiefstapelei, um die Erwartungshaltung gering zu halten. Sondern er führt die wirtschaftlichen Zwänge der Hanseaten als Grund dafür an, dass ihm ein eher kleiner Kader zur Verfügung steht, der im Winter kaum verstärkt werden kann. "Und das ist sicher eine Gefahr", so Werner gegenüber Sport Bild. "Ich gehe davon aus, dass andere hinter uns stehende Klubs nochmals ins wirtschaftliche Risiko gehen und ihre Mannschaften verstärken werden."

"Mit Ausnahme Bayern konnten wir mit allen Teams mithalten"

Für Werder müsse es deshalb weiter um Dinge gehen, die über die individuelle Qualität der Spieler im Kader hinausgehen. "Team-Zusammenhalt, Ruhe bewahren bei Rückschlägen, immer ans Limit gehen und an den Fußball, den wir spielen, glauben", umschreibt Werner die wichtigsten Leitlinien für eine erfolgreiche restliche Bundesliga-Saison. Die bisherige Runde gibt allen Anlass zu Optimismus. "Mit Ausnahme des Spiels bei den Bayern konnten wir mit allen Teams mithalten", erinnert Werner.

"Arbeiten sehr gerne und wertschätzend miteinander"

Beim Rekordmeister setzte es ein 1:6, ansonsten verlor Bremen nur zweimal mit mehr als einem Tor Differenz. Dass der Aufsteiger von einem Bundesliga-Neuling trainiert wird, ist ihm nie negativ anzumerken gewesen. Klar, dass Werder den Chefcoach so über das aktuelle Vertragsende im Sommer hinaus binden wollen. Eine automatische Klausel bei Klassenerhalt sorgt dafür, dass das Thema keine Unruhe reinbringt. Der 34-Jährige ist aber auch offen für Gespräche über eine längerfristige Unterschrift. "Ich glaube, wir arbeiten sehr gerne und sehr wertschätzend miteinander zusammen. Ich fühle mich hier sehr wohl."

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Lars Pollmann  
23.11.2022