Die Blues rüsten auf

Werner, Havertz und Co.: Warum Chelsea auf dem Transfermarkt wildert

Die blaue Wand an der Stamford Bridge, der Heimstätte des FC Chelsea.
Die blaue Wand an der Stamford Bridge, der Heimstätte des FC Chelsea. (Foto: Clive Rose/Getty Images)

Mit Timo Werner und Hakim Ziyech hat der FC Chelsea in diesem Sommer schon zwei Top-Stars an Land gezogen, weitere sollen noch folgen. Fussball.news klärt auf, warum die Blues ausgerechnet in diesem Sommer so einkaufslustig sind.

In einem Jahr, in dem die Corona-Pandemie nicht nur gesundheitlich, sondern auch finanziell die Welt beherrscht, wurden die großen Geldsummen im Fußball-Geschäft vorab totgeredet. Dass dies längst nicht alle Klubs interessiert, hat unter anderem der FC Chelsea in diesem Sommer schon bewiesen. Für Werner (53 Millionen Euro) und Ziyech (40 Millionen Euro) haben die Blues bereits mehr als 90 Millionen Euro an die Klubs RB Leipzig und Ajax Amsterdam überwiesen.

Havertz, Thiago Silva und Chilwell sollen folgen

Und damit noch nicht genug. An Kai Havertz von Bayer 04 Leverkusen sind die Londoner schon seit längerem interessiert, ein Wechsel mit einer Ablöse von 80 Millionen Euro plus Bonuszahlungen soll kurz vor dem Abschluss stehen. Zudem soll eine Verpflichtung von Thiago Silva von Paris Saint-Germain kurz bevorstehen, der 35-jährige Brasilianer würde zur Abwechslung mal ablösefrei kommen. Und auch Ben Chilwell von Leicester City steht für rund 50 Millionen Euro Ablöse auf dem Einkaufszettel.

Spieler in diesem Jahr günstiger als sonst

Die Frage lautet also: Warum investiert der FC Chelsea so viel Geld in neue Spieler? Und das in einem Jahr der finanziellen Krise, die auch im Fußball keinen Halt gemacht hat. Die Antwort könnte heißen: Weil Roman Abramowitsch, ein russisch-israelischer Oligarch und zugleich Eigentümer und Geldgeber der Blues, das nötige Kleingeld dazu hat. Und, weil die erworbenen Spieler in diesem Jahr womöglich günstiger zu haben waren bzw. sind, als in einem gewöhnlichen Transfer-Sommer.

Der FC Chelsea rüstet qualitativ auf

Laut der aktuellen Forbes-Liste hat Abramowitsch ein Vermögen von 11,3 Mrd. US-Dollar liegt damit auf Platz 113 der reichsten Menschen. Trotz des dicken Kontos konnten seine Blues zuletzt im Jahr 2017 die englische Meisterschaft feiern, der Erfolg in der Champions League liegt acht Jahre zurück, lediglich die Europa League wurde erst vor einem Jahr gewonnen. Um die Lücke zur Spitzenklasse zu schließen, rüstet sich der FC Chelsea in diesem Jahr qualitativ auf. Und wann ist das leichter, als in einem Jahr, in dem die Konkurrenz weniger mitwirkt?

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Tom Jacob  
24.08.2020