DFB-Pokal der Frauen

Werders Mädels im Pokal top, in der Liga flop - wie bei den Männern

Torjubel: Die Werder-Mädels zogen am Wochenende in die zweite Runde des DFB-Pokals ein.
Torjubel: Die Werder-Mädels zogen am Wochenende in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. (Foto: imago)

Interessante Parallelen! Sowohl bei den männlichen Profis als auch bei der Frauenmannschaft von Werder Bremen gilt: Im Pokal eine Runde weiter, in der Liga nur hinten dran. Nachdem die Männer am vergangenen Wochenende in der Liga eine 1:4-Schlappe einstecken mussten, zogen die Mädels im DFB-Pokal der Frauen mit 5:0 in die nächste Runde ein.

"Das war ein Pokalspiel. Von daher ist es wichtig, dass wir eine weitergekommen sind,“ sagte Werders Frauen-Trainer Alexander Kluge nach dem Sieg bei den Borussia-Mädels aus Mönchengladbach. Für „gut“ empfand der 33-Jährige die erste Hälfte seiner Akteurinnen, die mit 3:0 bereits bis zum Seitenwechsel die Weichen auf Sieg stellten. „Im zweiten Durchgang plätscherte die Partie dann so runter“, bestätigte der Coach die Auffassung von außen. Erst kurz vor Schluss steuerten die Bremerinnen das vierte und fünfte Tor hinterher. „Ich bin zufrieden, dass wir am Ende nochmal nachlegen konnten“, so Kluge.

Selbstvertrauen für die Liga

Fünf Treffer, fünf verschiedene Torschützinnen. Mal nach einem Standard, aus dem Spiel heraus, per Kopf oder per Weitschuss - alles war dabei. „So ein 5:0-Sieg tut natürlich gut, zudem haben viele Spielerinnen ihre Einsatzzeiten bekommen“, sagte der Werder-Coach nach der Partie am Niederrhein weiter. Und schließlich brauchen die Mädels von Grün-Weiß das Selbstvertrauen für die Liga, denn in der Flyeralarm Frauen-Bundesliga starteten die Bremerinnen mit zwei derben Niederlagen (1:5 und 0:4) in die Saison. Ein ähnliches Gefühls-Chaos wie bei den Herren: Im Pokal gegen Jena (2:0) eine Runde weiter, gegen die Hertha aus Berlin aber mit 1:4 den Auftakt verschlafen.

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Tom Jacob  
21.09.2020