Nach dem Fast-Abstieg

Umdenken bei Werder: Pavlenka soll bleiben - Vertrag länger gültig als angenommen

WERDER LÄSST PAVLENKA NICHT GEHEN. FOTO: IMAGO
WERDER LÄSST PAVLENKA NICHT GEHEN. FOTO: IMAGO

Bei Werder Bremen lagen die Pläne für die Torhüter-Position schon länger in der Schublade. 2020 wollte der Klub sozusagen den Tausch vornehmen: Jiri Pavlenka würde die Hanseaten für viel Geld verlassen, Stefanos Kapino ins Rampenlicht treten. Nun aber kommt es wohl umgekehrt. Mit dem Haken, dass für den Griechen weitaus weniger Ablöse einzunehmen ist.

Dennoch, berichtet das Portal Deichstube, geht die Tendenz bei den Grün-Weißen nunmehr eindeutig in die Richtung, Pavlenka behalten zu wollen. Zu groß sei demnach die Befürchtung, mit einem Wechsel im Kasten die gesamte Mannschaft zu destabilisieren. Der 28-Jährige gilt nun wohl als sportlich zu wertvoll, um mit einem Verkauf die angeschlagene Kasse zu unterstützen. Dabei spielte der Tscheche keine sonderlich gute Saison. Wohl aber registrierten sie in Bremen die aufsteigende Tendenz von Pavlenka nach der Corona-Zwangspause.

"Vielleicht in fünf Jahren noch bei uns"

Die Lage bedingt natürlich auch, dass im Transfersommer 2020 höchstwahrscheinlich ein geringeres Preisniveau herrscht. "Es gilt immer, dass wir unsere Spieler möglichst teuer verkaufen wollen. Durch unsere schlechte Saison und die Auswirkungen der Coronavirus-Krise ist das vielleicht nicht mehr möglich", bestätigt Frank Baumann gegenüber dem Portal. Insofern hat ein Festhalten an Pavlenka nicht nur sportliche Gründe. Sondern auch den kaufmännischen Hintergedanken, dass 2021 für den Nationalspieler wieder mehr Geld einzunehmen sein sollte, sofern er sich sportlich dauerhaft fangen kann. Dies übrigens nur, weil der Vertrag von Pavlenka nicht wie bisher angenommen nach der neuen Saison ausläuft. "Die Vertragssituation gibt es her, dass Jiri noch bleibt. Vielleicht ist er auch in fünf Jahren noch bei uns", so Baumann.

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Lars Pollmann  
22.07.2020