Vergleich mit Weltstar Henry

Wengers Ritterschlag: Thuram sieht sich "nicht auf dem Level"

Thuram sieht "Welten" zwischen sich und Henry. Foto: Imago
Thuram sieht "Welten" zwischen sich und Henry. Foto: Imago

Arsene Wenger ist dieser Tage ständig auf Tour. Der langjährige Coach des FC Arsenal hat ein neues Buch zu promoten, ist dadurch ein gefragter Gesprächspartner. Zuletzt verteilte er unter anderem einen Ritterschlag an Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach.

Der Angreifer erinnere ihn an Thierry Henry, der bei den Gunners unter Wenger zum absoluten Weltstar reifte. "Das war eine unglaubliche Ehre für mich. Er mag Qualitäten von Henry in mir sehen, aber auf dem Level sehe ich mich nicht", gibt sich Thuram nun gegenüber der Rheinischen Post bescheiden. Tatsächlich sei er nach eigener Ansicht "Welten entfernt" vom Welt- und Europameister, der in seiner Profikarriere weit über 300 Tore erzielt hat. Dennoch sei es schön "zu hören, was ein großartiger Trainer wie Arsene Wenger über mich denkt".

"Noch nie ein Spiel mit 100 Prozent"

Am heutigen Samstag geht es für Thuram mit Gladbach auf dem Boden der Tatsachen gegen den VfL Wolfsburg. Der Franzose nutzte die Länderspielpause, um sich seiner Topform anzunähern. Den 23-Jährigen plagten über den Sommer hinweg Probleme am Sprunggelenk, sie resultierten in einem körperlichen Rückstand. "Alle Fußballer werden Ihnen sagen, dass sie noch nie ein Spiel mit 100 Prozent gespielt haben, weil sie immer irgendetwas spüren in ihrem Körper", so Thuram. Dennoch habe die Unterbrechung geholfen, auf ein besseres Niveau zu kommen.

"Muss das nötige Mindset behalten"

Vom Timing könnte es kaum besser passen, für Gladbach geht es ab dem heutigen Samstag Schlag auf Schlag. Am Mittwoch geht es in der Champions League auf die ganz große Bühne, im Giuseppe-Meazza-Stadion wartet Inter Mailand. Dass die Fohlen deshalb die Bundesliga nicht genügend fokussieren, glaubt Thuram nicht. "Wenn du alle drei Tage spielst, musst du sowieso immer das nötige Mindset behalten. Du hast gar keine Zeit, an etwas Anderes zu denken", so der Jungstar. 

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Lars Pollmann  
17.10.2020