Klopp punktet auf den übrigen Weltteilen

Welttrainer-Überraschung: Flick in Europa klar vorne

Flick ging überraschend leer aus. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Flick ging überraschend leer aus. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Die The Best FIFA Awards hielten am Donnerstag zumindest eine faustdicke Überraschung bereit. Dass Hansi Flick vom FC Bayern trotz des Gewinns aller denkbaren Titel hinter Jürgen Klopp landete, war dem Coach des FC Liverpool selbst fast peinlich. Tatsächlich lagen die beiden Trainer insgesamt gleichauf, es entschieden die Voten unter den Nationaltrainern.

Beim Gleichstand der in Wertungspunkte umgewandelten Stimmen durch Spieler, Trainer, Journalisten und Fans entscheiden gemäß des Verfahrens der FIFA stets die Stimmen derjenigen Gruppe, über deren Preis zu entscheiden ist. Hier ging es konkret darum, ob Flick oder Klopp öfter auf Platz eins der jeweiligen Ranglisten landeten. Die Bild-Zeitung hat die Votingergebnisse nun veröffentlicht.

Popularität der Premier League

Dabei fällt auf: Flick lag in Europa klar vor Klopp. Die Nationaltrainer der Top-Nationen etwa stimmten beinahe unisono für den Quintuple-Sieger des FC Bayern. Lediglich Roberto Mancini von Italien gab seine wertvollste Stimme an den ersten Meistertrainer des FC Liverpool in der Geschichte der Premier League. Klopp landete dafür in anderen Weltteilen häufig vor Flick. Dass dabei die Popularität des englischen Fußballs einen entscheidenden Einfluss hatte, liegt auf der Hand.

Stimmen für Bielsa und Zidane schaden Flick

Die Premier League hat weltweit deutlich mehr Zuschauer als die Bundesliga, gerade in den Mitgliedsstaaten des Commonwealth, merkt das Boulevardblatt an, habe Klopp dabei sehr gut abgeschnitten. Womöglich hätte Flick dennoch gewonnen, wenn nicht dritte Kandidaten einige wichtige Wertungen weggeschnappt hätten. Marcelo Bielsa von Leeds United, Julen Lopetegui vom FC Sevilla und Zinedine Zidane von Real Madrid erhielten aber von manchen Nationaltrainern die Votes, die Flick am Ende fehlten. Er landete dabei häufig vor Klopp auf den Plätzen, die aber waren für die Kür des schlussendlichen Siegers nicht relevant. Eine gewisse Enttäuschung wollte der 55-Jährige deshalb gar nicht verbergen.

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Lars Pollmann  
18.12.2020