Extrarunde für den VfB?

Wehrle: "Relegation kann auch Spaß machen"

Alexander Wehrle ist der neue Vorstandsvorsitzende beim VfB Stuttgart.
Alexander Wehrle ist der neue Vorstandsvorsitzende beim VfB Stuttgart. (Foto: Frederic Scheidemann/Getty Images)

Dem VfB Stuttgart fehlen vier Punkte auf das rettende Ufer. Die aktuell größte Chance auf den Klassenerhalt bietet daher vermutlich die Relegation. Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle hat keine Angst vor einer möglichen Extrarunde. 

Die Bundesligasaison 2021/22 befindet sich im Endspurt. Nur noch zwei Spieltage stehen auf dem Programm, entsprechend stehen die Mannschaften im Tabellenkeller unter Druck. Greuther Fürth (18 Punkte) ist rechnerisch bereits als Tabellenletzter abgestiegen, davor kämpfen Arminia Bielefeld (27), der VfB Stuttgart (29) und Hertha BSC (33) um den Klassenerhalt.

Muss Stuttgart wieder in die Relegation?

Angesichts von vier Punkten Vorsprung hat Hertha BSC die besten Chancen auf den direkten Ligaverbleib, der am kommenden Wochenende perfekt gemacht werden könnte. Tendenziell dürfte sich der VfB daher nach unten orientieren und darum bemüht sein, Bielefeld auch nach dem 34. Spieltag hinter sich zu lassen. Sollte zugleich der Überholversuch gegen die Hertha erfolglos bleiben, würden die Schwaben wie schon 2019 in der Relegation antreten.

Wehrle: "Man muss das positiv annehmen"

Vor diesem Szenario hat Alexander Wehrle keine Angst. Der Vorstandsvorsitzende erlebte die Relegation vor einem Jahr als Geschäftsführer des 1. FC Köln. Die Geißböcke verloren das Hinspiel gegen Holstein Kiel mit 0:1 und sicherten sich dank eines 5:1-Sieges im Rückspiel den Klassenerhalt. "Man muss das positiv annehmen und darf das nicht als Strafe sehen. Relegation kann auch Spaß machen", sagte Wehrle im "Blickpunkt Sport" des SWR über die Extrarunde. 

Alle Verträge für die 2. Liga gültig

Gegen wen der VfB in der Relegation antreten könnte, ist offen. Derzeit belegt Werder Bremen mit 57 Punkten den dritten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga, doch auch Duelle mit Schalke 04 (59), Darmstadt 98 (57), dem Hamburger SV (54) und dem FC St. Pauli (54) erscheinen realistisch. Sollte sich der Gegner durchsetzen und Stuttgart absteigen, ist Wehrle allerdings überzeugt, ein qualitativ hochwertiges Aufgebot bieten zu können: "Alle Spieler haben auch für die Zweite Liga unterschrieben. Wir werden eine schlagkräftige Truppe haben." 

Florian Bajus  
02.05.2022