VfB Stuttgart

Wehrle: "Ohne Spielerverkäufe wirtschaftlich handlungsfähig"

Der VfB will seine Mannschaft nicht zu sehr schwächen. Foto: Getty Images
Der VfB will seine Mannschaft nicht zu sehr schwächen. Foto: Getty Images

Der VfB Stuttgart startet am Sonntag gegen RB Leipzig in die neue Saison. Sasa Kalajdzic wird dabei in der Startelf erwartet, Borna Sosa fehlt verletzt. Dass beide Top-Spieler am 07. August noch beim VfB angestellt sind, war vor dem Sommer nicht zwingend zu erwarten. Stattdessen haben die Schwaben Orel Mangala für gutes Geld nach England verkauft. Wie Alexander Wehrle andeutet, könnte es dabei bleiben.

"Wir müssen nicht um jeden Preis durch Spielerverkäufe einen Überschuss erzielen. Ansonsten hätten wir bislang gar nicht proaktiv Spieler verpflichten können. Das oberste Ziel ist es, eine wettbewerbsfähige Mannschaft zu stellen – und die haben wir momentan", erklärt der Vorstandschef gegenüber den Stuttgarter Nachrichten. Als ausgeschlossen gilt zwar nicht, dass zum Beispiel Kalajdzic und Sosa noch gehen. Dann aber müsste es ein ausnehmend werthaltiges Angebot geben, das Wehrle und Co. quasi nicht ablehnen können.

"Möglichkeiten, abseits Transfers Einnahmen zu generieren"

Angesichts der Corona-bedingten Verluste von 90 Millionen Euro liegt auf der Hand, dass nahezu alle Spieler ihren Preis haben. Aber der VfB ist eben nicht gezwungen, seine Stars abzugeben. "Wir sind ohne Spielerverkäufe wirtschaftlich handlungsfähig. Im Übrigen gibt es ja noch viele andere Möglichkeiten, um abseits von Transfers Einnahmen zu generieren", betont Wehrle. Einen Meilenstein für die Vereinsentwicklung stellen dabei die Umbauten am Stadion dar, die 2024 abgeschlossen sein sollen.

Dritter strategischer Partner gesucht

"Wir werden 8000 Quadratmeter zusätzlich an Vermarktungs- und Eventfläche haben, das ist schon eine Hausnummer. Auch in den Bereichen Merchandising und Marketing sehen wir Potenziale, etwa durch eine verstärkte Internationalisierung. Und einen großen Schritt können wir durch einen weiteren strategischen Partner gehen", sagt Wehrle. Nach Mercedes Benz und Jako sucht der VfB Stuttgart einen dritten Investor, der ein Anteilspaket erwirbt. "Eine regionale Verwurzelung wäre schön", betont Wehrle dabei.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
07.08.2022