"Ausreichend Liquidität und ein positives Eigenkapital"

Wehrle beruhigt: Keine existenzielle Bedrohung für 1.FC Köln

Wehrle sieht den FC überlebensfähig. Foto: Imago
Wehrle sieht den FC überlebensfähig. Foto: Imago

Horst Heldt ließ am Sonntag im Sport1-Doppelpass mit einigen Aussagen aufhorchen. Unter anderem verteidigte er das Festhalten an Cheftrainer Markus Gisdol, dessen letzter Sieg vor der Corona-Unterbrechung der Bundesliga liegt. Zudem merkte der Sportchef an, dass es für den 1.FC Köln ums "Überleben" gehe.

Viele Fans dürften da hellhörig geworden sein. Wie schlimm ist es um die wirtschaftliche Lage der Geißböcke bestellt? Alexander Wehrle sorgt für eine gewisse Beruhigung. Der Finanzchef der Domstädter nennt zwei elementare Faktoren, die eine existenzielle Bedrohung eines Klubs bedeuten können. "Man muss immer zwei Dinge betrachten: Ausreichende Liquidität und ein positives Eigenkapital", zitiert der Express den 45-Jährigen. "Beides ist bei uns vorhanden: Wir haben ausreichend Liquidität und ein positives Eigenkapital."

Hoffen auf Heimspiele vor Zuschauern "im Frühjahr"

Insofern sei der 1.FC Köln auch für den Fall handlungsfähig, dass die Saison ohne Zuschauer zuende gehen sollte. Aktuell haben die Verantwortlichen freilich noch anders geplant. "Wir hoffen, dass wir im Frühjahr wieder Heimspiele vor Zuschauern haben werden", betont Wehrle. Dem Boulevardblatt zufolge ist der Klub so oder so uneingeschränkt handlungsfähig, etwa was eine potenzielle Veränderung auf dem Trainerposten anbelangt.

Sportlich "Aufwärtstrend gezeigt"

Allerdings wäre die nach der Verlängerung von Gisdol bis 2023 vor dem Saisonstart sicher nur eine ultima ratio, um möglicherweise einen entscheidenden Impuls gegen einen drohenden Abstieg zu setzen. Wehrle stellt sich in die Linie von Heldt. "Zuletzt haben wir in vier Spielen drei Punkte geholt und einen Aufwärtstrend gezeigt. Auch in den nächsten Spielen kommen noch Mannschaft, die wir schlagen können", so der Geschäftsführer. Nach der Länderspielpause geht es gegen Union Berlin, zu Borussia Dortmund und gegen den VfL Wolfsburg. Da klingt Wehrle reichlich optimistisch.

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Lars Pollmann  
11.11.2020