"Sag niemals nie"

Weggefährten sehen Minge-Aus bei Dynamo noch nicht besiegelt

Dynamo Dresdens ehemaliger Geschäftsführer Sport Ralf Minge (l.) und Erzgebirge Aues Präsident Helge Leonhardt. Beiden verbindet eine enge Freundschaft.
Dynamo Dresdens ehemaliger Geschäftsführer Sport Ralf Minge (l.) und Erzgebirge Aues Präsident Helge Leonhardt. Beiden verbindet eine enge Freundschaft. (Foto: imago)

Als Spieler, als Trainer, als Aufsichtsratsmitglied - Ralf Minge prägte Dynamo Dresden über mehrere Epochen. Seit Juli 2020 ist er dort auch als Geschäftsführer Sport Geschichte. Doch vielleicht ist der Abschied nicht für die Ewigkeit - Minge ist bei den Schwarz-Gelben immer herzlich willkommen.

"Sag niemals nie", lautet ein berühmtes Zitat, das nicht nur in der James Bond-Reihe verwendet wird. Auch für den Paten von Dynamo Dresden könnte dieses Sprichwort gelten. Minge, der in manchen Kreisen gern als Pate bezeichnet wird, trug in den vergangenen sechs Jahren als Geschäftsführer Sport dazu bei, dass die SGD sportlich und finanziell im Profifußball gefestigt ist. Der Abstieg in die 3. Liga war ein unrühmliches Ende für den heute 60-Jährigen, dessen Vertrag zum Ende der abgelaufenen Saison nicht verlängert wurde.

Scholze: "Minge ist und bleibt ein Schwarz-Gelber"

Doch dieser Abschied muss nicht für die Ewigkeit stehen. "Ich würde mich freuen, wenn er schon sehr bald wieder eine Funktion begleitet, denn Fußball ist sein Leben", wird Helge Leonhardt, Präsident des FC Erzgebirge Aue, in der Sächsischen Zeitung zitiert. Mit Bezug auf Dresden äußerte sich Dynamo-Legende und Aufsichtsrat Dixie Dörner, dass Minge "egal in welcher Form" eines Tages zu seinem Herzensverein zurückkehrt. Und SGD-Präsident Holger Scholze sagte: "Ralf Minge ist und bleibt ein Schwarz-Gelber. Er ist immer und überall in der Dynamo-Familie willkommen." Geht es nach den ehemaligen Weggefährten und so manchem Fan, könnte Minge schon bald wieder das Gesicht Dynamos werden.

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Tom Jacob  
16.10.2020