Nach Zoff mit Conte

Wegen Schiri-Kritik: Tuchel droht nächste Strafe

Tuchel muss sich erneut vor dem Sportgericht verantworten. Foto: Getty Images
Tuchel muss sich erneut vor dem Sportgericht verantworten. Foto: Getty Images

Der FC Chelsea hat am Wochenende bei Leeds United eine 0:3-Klatsche kassiert. Thomas Tuchel durfte sie auf der Trainerbank mitverfolgen, obwohl der Chefcoach nach dem Zoff mit Antonio Conte von den Tottenham Hotspur gesperrt wurde. Grund ist eine noch ausstehende Urteilsbegründung. Inzwischen droht dem deutschen Übungsleiter aber weiterer sportjuristischer Ärger.

Wie die englische FA am Montagabend bekannt gab, wurde Tuchel wegen eines möglichen Verstoßes gegen die E3-Regel des Verbands angeklagt. Darin sind verschiedene Verhaltensgrundregeln festgehalten, die einen würdigen Umgang aller Protagonisten untereinander gewährleisten sollen. Tuchel steht im Verdacht, mit Aussagen nach dem Remis gegen die Spurs am 14. August die Integrität der Schiedsrichter dieser Partie in Zweifel gestellt und somit den Fußball in Verruf gebracht zu haben.

 

Vorbehalte gegen Taylor

Tuchel hatte nach dem umkämpften 2:2 davon gesprochen, dass es in der Kabine von Chelsea Vorbehalte gegenüber Hauptschiedsrichter Anthony Taylor gebe. Zudem spielte er auf eine Petition von Chelsea-Fans an, die im Vorjahr Unterschriften dafür sammelten, Taylor möge nie wieder bei Partien der Blues eingesetzt werden. Der größte Ärger bezog sich dabei eigentlich auf eine ausgebliebene Video-Überprüfung, nachdem Neuzugang Marc Cucurella vor dem Treffer zum 2:2-Ausgleich an den Haaren gezogen wurde.

Schon über 40 000 Euro Geldstrafe

Der Groll hätte sich dementsprechend in erster Linie gegen den VAR Mike Dean richten müssen. Tuchel hat nun bis Donnerstag Zeit für eine Stellungnahme. Für seinen handfesten Streit mit Trainer-Kollege Conte hat er neben der bisher noch nicht vollstreckten Sperre auch eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet mehr als 40 000 Euro aufgebrummt bekommen. Der Italiener kam deutlich günstiger davon, musste nur knapp 18 000 Euro zahlen.

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Lars Pollmann  
23.08.2022