Eintracht Frankfurt

Wegen Kaderfragen: Spannungen zwischen Glasner und Krösche?

Glasner soll in Frankfurt nicht mit allem einverstanden sein. Foto: Getty Images
Glasner soll in Frankfurt nicht mit allem einverstanden sein. Foto: Getty Images

Die Schnelllebigkeit des Fußballs ist bisweilen schwer zu greifen. Vor einer Woche ging Eintracht Frankfurt nach dem berauschenden Sieg über RB Leipzig voller Vorfreude ins erste Champions-League-Spiel der Klubhistorie. Heute liegen Niederlagen gegen Sporting und den VfL Wolfsburg schwer im Magen. Der Haussegen soll sogar schief hängen, gerade zwischen Oliver Glasner und Markus Krösche.

Dies berichtet die Frankfurter Rundschau. Demnach sollen sich der Chefcoach und der Sportvorstand der Hessen in vielen Kaderfragen uneins sein. Dazu zähle auch das Vorgehen der Eintracht auf dem Transfermarkt in der abgelaufenen Wechselperiode. Krösche hat viel Lob für die Verpflichtungen von Mario Götze und Randal Kolo Muani erhalten, ansonsten hat Frankfurt aber nach aktuellem Anschein viele Transfers für die Breite vollzogen. Im Kader macht Glasner dem Vernehmen nach so manche Lücke und fehlende Balance fest. Durchaus vielsagend scheint da zum Beispiel, dass zuletzt mit Kristijan Jakic ein Sechser und Ansgar Knauff ein Offensivspieler als Rechtsverteidiger ausgeholfen haben.

Glasner öffentlich zu kritisch?

Krösche soll wiederum die klare Erwartung haben, dass sich die Mannschaft während der Saison weiterentwickelt. Es handelt sich also um einen Auftrag ans Trainerteam, dem der Sportchef nach eigener Ansicht wohl einen ausreichend guten Kader zur Verfügung gestellt hat. Dass Glasner und Co. in der Dreifachbelastung kaum noch zum Trainieren kommen werden, trägt an der Stelle wohl kaum zur Beruhigung der Lage bei. Derweil soll der Österreicher selbst zuletzt mit öffentlichen Aussagen bei der Klubführung nicht gut angekommen sein. Als 'öffentlichen Rundumschlag' bezeichnet die Lokalzeitung die Rede von Glasner nach der Niederlage gegen Wolfsburg.

'Eskalation der Situation ist nicht ausgeschlossen'

Beim TV-Sender Sky hatte der Cheftrainer "eine ganz, ganz große Mängelliste" zusammengestellt und kaum ein gutes Haar an seinem Team gelassen. In der Mannschaft soll Glasner derweil mit der Maßregelung einzelner Spieler für gewisse Irritationen sorgen. Der Frankfurter Rundschau zufolge ist in der aktuellen Gemengelage 'auch eine Eskalation der Situation ist nicht ausgeschlossen – sollte sportlich nicht der Turnaround gelingen'. Eigentlich scheint völlig abwegig, dass sich Eintracht Frankfurt vom Europa-League-Helden Glasner in naher Zukunft trennen könnte. Und ganz so weit ist es mit den Spannungen sicherlich aktuell noch nicht. Doch die Schnelllebigkeit des Fußballs ist wohlbekannt. Und so könnte das Grummeln im Falle einer weiteren Niederlage bei Olympique Marseille am Dienstagabend lauter werden.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
13.09.2022