Abstieg wie 2018?

Wegen Europapokal: Hamann warnt Köln vor Absturz

Der 1. FC Köln hat sich für den Europapokal qualifiziert. Foto: Getty Images.
Der 1. FC Köln hat sich für den Europapokal qualifiziert. Foto: Getty Images.

Als der 1. FC Köln letztmals europäisch gespielt hat, stiegen die Geißböcke am Saisonende ab. Dietmar Hamann warnt davor, dass sich dieses Szenario wiederholen könnte.

Zwischen 2013 und 2017 nahm der 1. FC Köln unter Peter Stöger eine bemerkenswerte Entwicklung. Der Österreicher führte die Geißböcke zurück in die Bundesliga und bis in die Europa League, ehe in der Saison 2017/18 der Absturz folgte. Nach 14 Niederlagen in 21 Pflichtspielen musste Stöger seinen Hut nehmen, Nachfolger Stefan Ruthenbeck konnte den Abstieg in die 2. Bundesliga nicht mehr verhindern.

Plötzlich wieder international

Im Jahr 2019 gelang der direkte Wiederaufstieg, die beiden darauffolgenden Spielzeiten beendete der FC unter Markus Gisdol auf dem 14. Tabellenplatz und unter Friedhelm Funkel auf Rang 16. Steffen Baumgart hat die Domstädter gleich in seinem ersten Jahr in den Europapokal geführt, mindestens in der Conference League wird Köln vertreten sein. Diesmal soll der Abstieg verhindert werden - laut Dietmar Hamann kein leichtes Unterfangen: "Durch diese internationalen Spiele kannst du als einzelner Spieler und als Mannschaft wachsen, deswegen sollte das Ziel sein, immer nach Europa zu kommen. Aber du musst aufpassen, dass du den Fokus der Bundesliga nicht aus den Augen verlierst. Es sind schon einige Vereine in eine bedrohliche Situation geraten", warnte der TV-Experte bei Sky

Erinnerung an Freiburg und Augsburg

Als mahnende Beispiele wählte Hamann den SC Freiburg und den FC Augsburg. Freiburg qualifizierte sich 2013 für die Europa League, wurde in der darauffolgenden Saison Tabellen-14. und stieg ein Jahr später ab; Augsburg war derweil 2015 in der Europa League vertreten und wurde anschließend Zwölfter. Um dies zu verhindern, müsse der Kader auf die Doppelbelastung vorbereitet werden, sagte Hamann: "Natürlich brauchst du vielleicht zwei, drei Leute mehr im Kader, auf der anderen Seite hast du auch Einnahmen."

Florian Bajus  
08.05.2022