Abgesagte Weltfußballer-Wahl

Wegen "Ballon d'Or" und Lewandowski: Rummenigge wurde bei Infantino vorstellig

Bekommt Bayerns Robert Lewandowski doch noch seinen Weltfußballertitel? Foto: Getty Images

Die französische Zeitung France Football hatte die Weltfußballer-Wahl "Ballon d'Or" abgesagt. Nun wurde Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, bei der FIFA vorstellig und sieht gute Chancen, dass die Wahl doch ausgerichtet wird.

Robert Lewandowski vom FC Bayern München hätte in diesem Jahr wohl gute Chancen auf den Titel "Weltfußballer des Jahres" gehabt. Doch die France Football hat die Vergabe abgesagt, sehr zum Ärger des FC Bayern und dessen Topstürmer. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hat deshalb auch zum Hörer gegriffen und FIFA-Chef Gianni Infantino angerufen. "Ich habe vor zwei Tagen mit ihm gesprochen und habe ihm gesagt, dass ich sehr überrascht bin, dass die Wahl dieses Jahr nicht stattfinden soll. Die FIFA solle doch mal darüber nachdenken, ob sie es nicht doch stattfinden lässt", sagte er im Interview mit Sky. Die Verleihung habe schließlich Tradition.

Infantino zeigt Gesprächsbereitschaft

Und da sei es ihm auch gar nicht so sehr um seinen eigenen Stürmer gegangen, dem auch Rummenigge gute Chancen einräumt den Titel zu gewinnen, "sondern dass Fußball gespielt wurde. Jede wichtige Liga in Europa außer Frankreich wurde zu Ende gespielt. Dann gibt es auch keinen Grund, warum man den Titel nicht vergeben sollte." Infantino sei durchaus gesprächsbereit gewesen: "Er denkt grundsätzlich genauso wie ich. Er will das besprechen und mir Bescheid geben. Ich hatte grundsätzlich den Eindruck, dass er sich das vorstellen kann." Die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters drücken dennoch Lewandowski die Daumen. "Ich wünsche es natürlich Robert, weil er eine fantastische Saison gespielt hat. Vielleicht ist er dann für Lissabon noch ein Stück motivierter", blickte der Bayernboss auf das Finalturnier der Champions League.

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Benjamin Heinrich  
30.07.2020