Werder Bremen

Wechselfenster zu lang? Fritz "total offen" für Veränderung

Werder wird wohl auf weitere Deals verzichten. Foto: Getty Images
Werder wird wohl auf weitere Deals verzichten. Foto: Getty Images

Auf die Entscheidungsträger der Bundesliga-Klubs kommen die wilden letzten Tage einer langen Sommertransferperiode zu. Bis einschließlich Donnerstag können die Verantwortlichen noch Spieler kaufen und verkaufen. Zuletzt mehrten sich die Stimmen, die eine frühere Schließung der Wechselfenster befürworten. Auch Clemens Fritz kann sich das gut vorstellen.

"Grundsätzlich finde ich, dadurch dass die Saison schon einige Wochen läuft, ist es eine enorm lange Zeit, definitiv. Man merkt, es gibt Phasen während der Transferperiode, wo wirklich wenig passiert", so der Leiter des Lizenzbereichs und der Scoutingabteilung von Werder Bremen vor dem Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag. "Von mir aus könnte man ruhig die Transferphase etwas verkürzen und eher Richtung Saisonstart verschieben. Da wäre ich total offen für", sagt Fritz. Allerdings bleibt eine solche Änderung eher unrealistisch. 

"Vereine können im Sommer nicht richtig planen"

Die deutschen Klubs würden sich im internationalen Wettbewerb schlechterstellen, wenn sie sich freiwillig in ihren Optionen beschneiden, eine europaweite Regelung ist nicht in Sicht. Dabei kann Fritz auch nachvollziehen, warum viele Klubs die Shopping-Möglichkeit in den letzten Tagen gerne zur Verfügung haben. "Ich glaube, dass die Länge auch damit zu tun hat, dass Vereine im Sommer nicht richtig planen können, ob sie international spielen oder nicht durch die Qualifikationsrunden." Im Zweifelsfall sei eben der ein oder andere Profi mehr vonnöten, um über eine anstrengende Saison zu kommen.

"Werden in diesem Rennen nicht unbedingt aktiv dabei sein"

Bei Werder Bremen ist derweil aber wohl nicht mit späten Deals zu rechnen. Der Abschied von Stammkräften steht nicht zu befürchten, der Bedarf an Neuzugängen ist auch gedeckt. "Wir werden in diesem Rennen nicht unbedingt aktiv dabei sein. Wir haben gesagt, dass wir uns wohlfühlen mit unserer Mannschaft", so Fritz. "Wir werden aber nichts ausschließen, es kann immer sein, dass man auf Verletzungen oder andere Dinge reagieren muss." Bleibt alles wie gehabt, kann Werder optimistisch an die restliche Saison herangehen. Der Aufsteiger ist nach drei Spielen unbesiegt und hat schon einen kleinen Puffer auf den Tabellenkeller gesammelt.

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Lars Pollmann  
28.08.2022