Düsseldorf stimmte trotzdem für fünf Wechsel

Wechsel-Regel kann Fortuna sechsstellige Summe kosten

In der 1. und 2. Bundesliga bleibt es bei fünf Wechselmöglichkeiten. Foto: Marius Becker/Pool via Getty Images
In der 1. und 2. Bundesliga bleibt es bei fünf Wechselmöglichkeiten. Foto: Marius Becker/Pool via Getty Images

Die DFL-Versammlung am heutigen Donnerstag hat mehrheitlich für die Beibehaltung von zwei zusätzlichen Wechsel-Möglichkeiten gestimmt. In der 1. und 2. Bundesliga bleibt es somit wie nach dem Restart bei bis zu fünf Auswechslungen pro Mannschaft und Partie. Das kann durchaus ins Geld gehen.

Wie die Rheinische Post am Beispiel von Fortuna Düsseldorf angibt, könnte durch höhere Auflauf-, Punkt- und Siegprämien eine stattliche Summe zusammenkommen. Ein mittlerer sechsstelliger Betrag soll es beim Bundesliga-Absteiger potenziell werden. Entsprechend höher dürfte die Summe bei Klubs ausfallen, die ihren Spielern grundsätzlich auch höhere Zahlungen leisten. Dennoch entschied sich Fortuna mit der Mehrheit der 35 anderen Klubs für die Beibehaltung der Regeländerung. Dies bestätigte der Klub dem Lokalblatt auch offiziell. Demnach war zuvor allerdings durchaus eine kontroverse Diskussion im Gange.

Sportlicher Reiz schlägt wirtschaftliche Zwänge

Dabei dürften die finanziellen Faktoren eine Rolle gespielt haben, letztlich steckten diese Interessen aber hinter dem potenziellen sportlichen Nutzen zurück. Fortuna erwartet, als Absteiger aus der Bundesliga einen breiteren und qualitativ hochwertigeren Kader aufzubieten, als es der Großteil der Konkurrenz gelingen dürfte. Auf dem Papier hat Düsseldorf so durch zwei weitere Wechseloptionen einen Vorteil. Allerdings hat eine Studie des amerikanischen Portals ESPN gezeigt, dass so manche Top-Klubs von der Option nach dem Restart der vergangenen Saison in den größten Ligen gar keinen Gebrauch gemacht hatten.

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Lars Pollmann  
03.09.2020