Kritik an DFB

Watzke will 'Die Mannschaft' abschaffen: "Dieser Begriff ist mir zu abgehoben"

Hans-Joachim Watzke wünscht sich vom DFB eine Rückkehr zur Basis. Foto: Getty Images.
Hans-Joachim Watzke wünscht sich vom DFB eine Rückkehr zur Basis. Foto: Getty Images.

Nach dem WM-Triumph 2014 erhielt die deutsche Nationalmannschaft den offiziellen Spitznamen 'Die Mannschaft'. Hans-Joachim Watzke will diesen Begriff wieder abschaffen.

Am 11. Februar tritt Hans-Joachim Watzke sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Fußball Liga (DFL) an. Durch diese Funktion wird der Geschäftsführer von Borussia Dortmund künftig auch als 1. Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) fungieren. Als eine seiner ersten Amtshandlungen will Watzke einen Diskurs über den Spitznamen und Marketingbegriff 'Die Mannschaft' initiieren und für eine Abschaffung werben.

Watzke: "Respektlos gegenüber allen anderen erfolgreichen Mannschaften"

"Ich werde das zumindest anregen", sagte der 62-Jährige im Interview mit dem Spiegel. "Dieser Begriff ist mir zu abgehoben. Es ist respektlos gegenüber allen anderen erfolgreichen Mannschaften. 'Die Mannschaft' gibt es nicht, es gibt viele Mannschaften", betonte Watzke und ergänzte: "Wir müssen bodenständiger werden, uns auf die Basis zurückbesinnen."

Watzke: DFB muss "mehr Nähe zeigen"

In den vergangenen Jahren habe sich der DFB "viel zu sehr mit sich selbst und viel zu wenig mit dem Fußball beschäftigt", kritisierte Watzke die Verantwortlichen des Verbandes. Es müsse das Ziel sein, sich den Fans wieder anzunähern, so der BVB-Boss: "Wir müssen unsere Nationalmannschaft besser präsentieren. Mehr Nähe zeigen. Mehr Sinn für die Wünsche der Menschen haben."

Florian Bajus  
08.01.2022