Borussia Dortmund

Watzke: Sturmlösung "in den nächsten acht bis zehn Tagen"

Watzke und Co. wollen auf den Ausfall von Haller personell reagieren. Foto: Getty Images
Watzke und Co. wollen auf den Ausfall von Haller personell reagieren. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund trifft zum Bundesliga-Auftakt am Samstagabend auf Bayer Leverkusen. Die Vorfreude bei den Schwarzgelben ist groß, auch dank des überzeugenden Auftritts im DFB-Pokal bei 1860 München. Getrübt wird sie allerdings nach wie vor von der Hiobsbotschaft über Sebastien Haller. Hans-Joachim Watzke kündigt nun Ersatz an.

"Wir haben gesagt, solange wir keine klare Diagnose haben, müssen wir erstmal den Ball flach halten. Das ist auch eine Sache des Respekts vor dem Jungen. Die haben wir aber jetzt und natürlich ist dann auch klar, dass die Ausfallzeit schon relativ lang sein wird", so der Geschäftsführer gegenüber der Sportschau. Der BVB hat zwischenzeitlich bekanntgegeben, dass der Hodentumor von Haller bösartig war und der Ivorer deshalb eine intensive Behandlung durchlaufen muss. Wann wieder mit dem Stürmer zu rechnen ist, ist völlig offen.

"Alles auf Moukokos Schultern, das wäre ein bisschen viel"

"Jetzt alles nur auf Youssoufa Moukokos Schultern abzuladen, der ist 17 Jahre, das wäre dann doch vielleicht ein bisschen viel", so Watzke vielsagend. "Also ich denke mal schon, dass wir personell nochmal was machen." Allerdings sei der Markt nicht eben üppig besetzt, was potenzielle Kandidaten angeht. Jüngste Medienberichte haben sich vor allem auf Anthony Modeste vom 1.FC Köln eingeschossen, der als Top-Verdiener der Geißböcke grundsätzlich durchaus zum Verkauf stehen soll und in das BVB-Profil passen könnte. "Idealerweise sollte in den nächsten acht bis zehn Tagen was passieren", kündigt Watzke nun an.

Anderer Meister? "Irgendwann wird es passieren"

Sollte den Schwarzgelben eine überzeugende Lösung fürs Sturmzentrum gelingen, steht einer guten Saison augenscheinlich nichts mehr im Wege. Immerhin haben die Verantwortlichen den Kader insgesamt besser und breiter aufstellen können. Ob es für einen Angriff auf den FC Bayern reicht? "Alle wollen natürlich, außer den Bayern-Fans, dass Bayern nicht deutscher Meister wird. Ich habe gesagt, in den nächsten Jahren irgendwann wird es passieren. Ich kann nur keine Garantie dafür übernehmen, dass es im kommenden Jahr schon passiert", will sich Watzke nicht aus der Reserve locken lassen. Grundsätzlich habe der Rekord-Titelträger im Sommer beeindruckend in seine Mannschaft investieren können und sei so natürlich wieder der absolute Favorit.

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Lars Pollmann  
03.08.2022