Viele Spekulationen

Watzke macht Nachfolge-Regelung zur Geheimsache

Hans-Joachim Watzke wird im Sommer sportliche Kompetenzen beim BVB abgeben. Foto: Sebastian Widmann/Getty Images.
Hans-Joachim Watzke wird im Sommer sportliche Kompetenzen beim BVB abgeben. Foto: Sebastian Widmann/Getty Images.

Vor seinem Rücktritt als Vorsitzender der Geschäftsführung im Herbst 2025 wird Hans-Joachim Watzke bereits in diesem Sommer sportliche Kompetenzen bei Borussia Dortmund abgeben. Der 64-Jährige macht die Nachfolge-Regelung zur Geheimsache.

Die übergeordnete Fragestellung bei Borussia Dortmund lautet, wie der Bundesligist in der kommenden Saison auf sportlicher Ebene aufgestellt sein wird. Während Fans in den vergangenen Wochen verstärkt über eine Wachablösung von Cheftrainer Edin Terzic diskutiert haben, richtet sich der Fokus der Verantwortlichen auf die Nachfolge von Hans-Joachim Watzke.

Watzke regelt Nachfolge selbst

Wie die WAZ berichtet, sei Watzke vom Präsidialausschuss beauftragt worden, die Nachfolge im Sportbereich selbst zu regeln. Im April wolle der Vorsitzende der Geschäftsführung eine Lösung präsentieren, auf erste Hinweise werde vergeblich gewartet. Watzke "lässt sich nicht in die Karten schauen", schreibt die Regionalzeitung. Aus dem Verein sei indes zu vernehmen, es sei noch keine Entscheidung gefallen.

Kritik an Kehl

In den vergangenen Wochen war Sportdirektor Sebastian Kehl mit dem Aufstieg zum Sport-Geschäftsführer in Verbindung gebracht worden. Die WAZ bestätigt eine Meldung der Ruhr Nachrichten, wonach eine Beförderung des einstigen Mannschaftskapitäns aber keinesfalls gesichert sei. Intern werde "mit der Entscheidungsfindung des einstigen Kapitäns" gehadert, zudem sei Kritik am Transfersommer 2023 laut geworden.

Wird Mislintat maximal Kaderplaner?

Unterdessen wurde Ex-Chefscout Sven Mislintat als zukünftiger Sportdirektor unter einem Vorstand gehandelt. Dem Bericht zufolge befasse sich der BVB mit einer Mislintat-Rückkehr, allerdings als Kaderplaner hinter einem Sportvorstand und einem Sportdirektor. Ob Mislintat den Schritt zurück in die zweite Riege anstrebe, sei ungewiss - und angeblich sollen auch Zweifel bestehen, ob der 51-Jährige und Kehl gut miteinander auskämen. Ihr Verhältnis gelte als belastet, in den Verhandlungen über den geplatzten Transfer von Edson Alvarez nach Dortmund - Mislintat war als Technischer Direktor von Ajax Amsterdam mit am Verhandlungstisch - habe es "Missstimmungen" gegeben.

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Florian Bajus  
27.03.2024