Hoeneß-Wirbel

Watzke beklagt "Unterwanderung" des guten Verhältnisses zwischen BVB und Bayern

Watzke und Rummenigge können gut miteinander. Foto: Maja Hitij/Getty Images
Watzke und Rummenigge können gut miteinander. Foto: Maja Hitij/Getty Images

Uli Hoeneß hat mit seinen ungefragten Ratschlägen an Borussia Dortmund mächtig Staub aufgewirbelt. Der Ehrenpräsident des FC Bayern handelte dabei wohl ohne vorheriges Wissen der aktuellen Führungspersönlichkeiten der Münchner. Gerade Karl-Heinz Rummenigge hat eigentlich gute Beziehungen ins Ruhrgebiet.

"Rummenigge und ich bemühen uns seit Jahren darum, dass die beiden größten deutschen Klubs ein respektvolles Verhältnis miteinander pflegen", bestätigt Hans-Joachim Watzke gegenüber der Bild-Zeitung. Auch zwischen dem BVB-Geschäftsführer und dem Vorstandsboss des Rekordmeisters hat es schon mal gekracht, wurden bisweilen Giftpfeile hin und her geschickt. Doch am Ende des Tages können die beiden sehr gut miteinander, sprechen etwa bei internationalen Themen häufig eine Sprache. 

Watzke findet es "sehr schade"

"Ich finde es sehr schade, dass in regelmäßigen Abständen versucht wird, dies zu unterwandern", klagt Watzke in Richtung von Hoeneß. Dessen womöglich reflexartige Krawall-Lust verwundert gerade in der aktuellen Situation. Schließlich geht es für den FC Bayern in diesen Tagen um den Triple-Traum. Der BVB sollte in den Gedanken eines Münchners keinen großen Raum einnehmen. Womöglich war es aber schlichtweg der gekränkte Stolz von Hoeneß, der ihn einmal mehr aus der Rolle fallen ließ.

Weidenfeller vermutet Bellingham-Frust

Dies jedenfalls mutmaßt Roman Weidenfeller gegenüber dem Boulevardblatt, in einer Annahme, die durchaus sinnvoll erscheint. "Da scheint der Frust mal wieder tief zu sitzen, dass sich Jude Bellingham gegen die Bayern und für den BVB entschieden hat", so der Weltmeister von 2014. Die Münchner hatten intensiv um das englische Mittelfeld-Juwel geworben, sollen sogar deutlich mehr Gehalt geboten haben. Die Entscheidung von Bellingham fiel gegen den Abonnement-Meister, weil der BVB das bessere Umfeld für internationale Top-Talente biete.

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Lars Pollmann  
04.08.2020