BVB-Boss vor dem Supercup

Watzke: "Bayern um einige Jahrzehnte voraus"

Watzke empfindet große Anerkennung für die Arbeit von Rummenigge und Co. Foto: Maja Hitij/Getty Images
Watzke empfindet große Anerkennung für die Arbeit von Rummenigge und Co. Foto: Maja Hitij/Getty Images

Borussia Dortmund trifft am Mittwochabend auswärts im DFL-Supercup auf den FC Bayern. Der erste Titel der neuen Saison ist zwar zugleich der mit dem geringsten Stellenwert, dennoch würde der BVB mit einem Sieg in München ein Zeichen setzen. Einen Zweikampf auf Augenhöhe kann es dauerhaft aber nicht geben, wie Hans-Joachim Watzke erklärt.

"Solange Bayern München seinem Kader pro Jahr über 100 Millionen Euro mehr Gehalt als wir zahlen kann, wird es im Kampf um die Meisterschaft immer schwer für uns", so der Geschäftsführer gegenüber Sport Bild. Es ist die Krux des BVB, der seinerseits in wirtschaftlicher Hinsicht 16 anderen Bundesligisten teils meilenweit enteilt ist, selbst aber deutlich dem Branchenprimus hinterherhinkt. Watzke empfindet viel Anerkennung gegenüber der Stärke der Münchner.

"Sie brauchen nicht einmal einen Investor"

"Bayern München ist derzeit die beste Mannschaft der Welt, dafür brauchen sie nicht einmal einen Investor", so der Sauerländer. So sei der Klub unter anderem in der Lage, keine Spieler gegen den eigentlichen Willen abgeben zu müssen. Eine solche Vormachtstellung habe sich der Rekordmeister über bald ein halbes Jahrhundert erarbeitet. "Sie sind uns an diesem Punkt um einige Jahrzehnte voraus", sagt Watzke. Dennoch will und muss Dortmund so gut es geht dagegen halten.

"Hochburg für Höchstbegabte"

Das Konzept ist dabei längst bekannt, der BVB setzt auf Top-Talente, die sich weiterentwickeln und dem Klub viel Geld einbringen, wenn sie den nächsten Schritt machen. "Dortmund ist eine Hochburg für Höchstbegabte", formuliert Watzke. "Junge Spieler sehen auf dem Spielberichtsbogen, dass wir keine leeren Versprechungen machen." Sondern, dass der BVB selbst den jüngsten Profis regelmäßige Spielanteile auf hohem Niveau gibt, solange sie es mit Leistungen rechtfertigen können.

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Lars Pollmann  
30.09.2020