Abschaffung tabu

Watzke: 50+1-Aus "würde für den Fan viel teurer"

Hans-Joachim Watzke stemmt sich gegen eine Abschaffung der 50+1-Regel. Foto: Getty Images.
Hans-Joachim Watzke stemmt sich gegen eine Abschaffung der 50+1-Regel. Foto: Getty Images.

Hans-Joachim Watzke hält mit aller Macht an der 50+1-Regel fest. Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund und Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Fußball Liga (DFL) denkt dabei auch an moderate Kosten für Fußballfans.

In der Debatte über das Für und Wider der 50+1-Regel hält Hans-Joachim Watzke an seinem Standpunkt fest. Im Interview mit dem kicker betonte der 63-Jährige erneut, dass eine Abschaffung für ihn tabu sei: "Demokratische Mitbestimmung, wie sie in Vereinen seit Hunderten von Jahren praktiziert wird, ist so tief in unserer Gesellschaft verwurzelt, dass eine Abschaffung tiefe Verwerfungen auslösen würde. Zum anderen würde es für den Fan viel teurer, das will ich nicht. Fußball ist in Deutschland Gott sei Dank noch Gesellschaftskitt."

"Entscheidend ist die Struktur"

Ferner habe noch niemand sein Argument widerlegen können, "dass ein 50+1-Klub genauso erfolgreich sein kann", ergänzte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund. "Auch wenn manche Leute darüber lachen, wenn ich Real Madrid einen 50+1-Klub nenne. Diese Leute haben aber einfach nicht erkannt, worauf es ankommt", erläuterte Watzke und betonte: "Real ist nun mal ein 50+1-Klub, der alle zugehörigen Regeln erfüllt. Egal, woher und wieviele Sponsorengelder fließen. Entscheidend ist die Struktur: Der Präsident wird von den Mitgliedern gewählt."

Florian Bajus  
31.07.2022