Nach Lewy-Abschied

"Was hätten sie machen sollen?": Flick nimmt Bayern in Schutz

Lewandowski hat auch unter Flick Höchstleistungen gebracht. Foto: Getty Images
Lewandowski hat auch unter Flick Höchstleistungen gebracht. Foto: Getty Images

Der FC Bayern hat zuletzt vier Bundesliga-Spiele in Serie nicht gewonnen, am Samstag beim FC Augsburg sogar verloren und dabei erstmals nach 87 Spielen kein Tor erzielt. Dass da mancherorts reflexartig eine Verbindung zum Abschied von Robert Lewandowski gesucht wird, ist wohl keine große Überraschung. Hansi Flick nimmt den Rekordmeister in der Beziehung aber in Schutz.

"Was hätten sie machen sollen? Robert ist auf dieser Position einmalig, vielleicht hat noch Erling Haaland diese Qualität vor dem Tor", erklärt der Bundestrainer gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Den Abschied von Lewandowski konnte der FC Bayern aus seiner Sicht also gar nicht mit einem direkten Ersatz auffangen. Stattdessen entschied sich Flicks Ex-Klub für eine variable Lösung, die der Nationalmannschaft womöglich sogar zugute kommt.

"Sie kreieren immer Chancen"

"Es könnte schon eine kleine Hilfe sein, dass die Spieler drumherum auf den Positionen spielen, wie sie wahrscheinlich bei uns spielen", sagt Flick. Mit Serge Gnabry, Thomas Müller, Jamal Musiala und Leroy Sane sind vier Münchner Offensivspieler für den WM-Kader gesetzt. Dass diese Kicker womöglich wegen einer Schwächephase des Teams außer Form zum Turnier anreisen, ist kein Szenario, mit dem sich der Bundestrainer befasst. "Sie kreieren immer Chancen, und das stimmt mich sehr positiv."

"Fan von der Art und Weise"

Flick betont dabei zudem, dass die Öffentlichkeit ein sehr kurzes Gedächtnis hat, wenn es um die Bayern geht. "Nach dem dritten Spieltag dachte jeder, andere Teams hätten nicht den Hauch einer Chance. Jetzt haben sie eine kleine Schwächephase." In deren Folge wird mancherorts schon über die Jobsicherheit von Julian Nagelsmann diskutiert. Flick hat dafür offenbar wenig Verständnis. "Ich bin ein Fan von der Art und Weise, wie er die Mannschaft Fußball spielen lässt, unabhängig von den jüngsten Ergebnissen."

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Lars Pollmann  
20.09.2022