Dynamos eigentlicher Spezialist

Warum Stefaniak auf den Freistoß in der Nachspielzeit verzichtete

Dynamos Marvin Stefaniak und der ruhende Ball - eigentlich zwei Freunde.
Dynamos Marvin Stefaniak und der ruhende Ball - eigentlich zwei Freunde. (Foto: imago)

Freistöße schießen gehörte schon immer zu den Qualitäten von Dynamos Dresdens Marvin Stefaniak. Doch als sich ihm zuletzt im Sachsenderby gegen den FSV Zwickau in der Schlussminute die Möglichkeit bot, lehnte er ab.

Nachspielzeit, 1:2 der Spielstand, Freistoß für Dynamo Dresden - auf dem Feld dabei: Marvin Stefaniak. Eigentlich ein Ass im Ärmel, sind Standards doch eine seiner Parade-Disziplinen. Doch als sich ihm die Gelegenheit bot, lehnte der 25-Jährige ab. Stattdessen setzte Sebastian Mai das Leder an den Pfosten - letzte Chance vergeben. Damit war klar: Auch der zur Halbzeitpause eingewechselte SGD-Rückkehrer konnte der Partie nicht mehr seinen Stempel aufdrücken, um das Ergebnis noch einmal zu drehen.

"Müssen uns das Glück erst wieder erarbeiten"

Doch warum ließ Stefaniak den Mannschaftskapitän antreten? "Ich habe mit Basti geredet, ob ich ihn schieße oder er", sagte Stefaniak nachher bei Dynamo TV und verriet den wahren Grund für seinen Verzicht: "Ich hatte keinen guten Touch, da bin ich ehrlich." Stefaniak ließ also seinen Mitspieler ran, der nur den Außenpfosten traf - es blieb beim 1:2. "Bitter, dass der nicht reingegangen ist. Wir müssen uns das Glück erst wieder erarbeiten", sagte Stefaniak. Philipp Hosiner (2.) brachte Dynamo Dresden in Führung, Marco Schikora (4.) und Leon Jensen (30.) trafen für Zwickau. "Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt", so Stefaniak, der das Spiel zu diesem Zeitpunkt noch von draußen verfolgte. Doch auch sein Mitwirken änderte nichts am Ausgang der Partie.

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Tom Jacob  
22.10.2020