Eintracht im Tabellenmittelfeld

3-1-8: Warum diese Kennziffern als Alarmsignale für die Eintracht dienen

Frankfurts David Abraham beendet im Winter seine Karriere.
Frankfurts David Abraham beendet im Winter seine Karriere. Foto: Getty

Noch ist nicht erkenntlich, ob Eintracht Frankfurt tatsächlich um die Plätze vier bis sechs in der Bundesliga mitspielen kann. Adi Hütter hofft auf eine Steigerung seines Teams, eine Statistik aus der vergangenen Saison macht allerdings den Hessen wenig Mut.

Eintracht Frankfurt hat am Donnerstag das Testspiel gegen Zweitligist 1. FC Nürnberg mit 0:2 verloren. Allerdings waren auch viele Stammspieler nicht zum Einsatz gekommen. Noch kann kaum jemand einschätzen, wohin die Reise der Hessen in dieser Saison führt. Wird es der von Trainer Adi Hütter und Topspielern wie Andre Silva anvisierte Platz vier beziehungsweise wird es zumindest die Qualifikation für den Europacup? Oder kann das Team schon zufrieden sein, wenn es nicht in Abstiegsnot gerät?

Heimsiege gegen Bayern und Leipzig 2019/20

Derzeit jedenfalls rangiert die Eintracht auf Platz elf in der Bundesliga. Allerdings hat die Mannschaft von Trainer Adi Hütter erst eine Partie verloren (in München) und nur einen Zähler Rückstand auf Platz sechs. Jedoch gab die Eintracht insgesamt schon acht Punkte gegen Gegner ab, die in der vergangenen Saison schlechter als die Eintracht (Platz neun) platziert waren. Nun warten zahlreiche Top-Teams auf die Adlerträger. Viele Fans erinnern sich dabei gerne an die vergangene Saison zurück, als die Eintracht zu Hause die Bayern mit 5:1 vom Platz gefegt, RB Leipzig mit 2:0 abgefertigt und Borussia Dortmund ein 2:2 abgetrotzt hatte. Aber diese drei Heimspiele täuschen darüber hinweg, wie Eintracht Frankfurt 2019/20 insgesamt gegen Topteams performt hat.

Acht Niederlagen gegen Topteams

Zwölf mal trat die Eintracht in der vergangenen Saison an einem Spieltag gegen ein Team an, das zum jeweiligen Zeitpunkt einen der ersten sechs Plätze in der Tabelle belegte. Die ernüchternde Bilanz aus Sicht der Frankfurter: Drei Siegen (Bayern, Leipzig und Wolfsburg) und einem Remis (Dortmund) standen acht (!) Niederlagen gegenüber. Die Eintracht sammelte ihre Punkte für den Klassenerhalt demnach eher gegen Underdogs und gegen Gegner auf tabellarischer Augenhöhe. Umso bitterer wriken nun also jene bereits acht verlorenen Punkte gegen genau jene Kategorie an Gegnern, bei der die Eintracht letzte Saison noch fleißig Punkte holte.

"Steigern uns mit den Aufgaben"

Adi Hütter räumte unter der Woche ein, dass ihn die zahlreichen Punktverluste bereits sehr ärgern. Dennoch mache ihm eine Sache Hoffnung für die anstehenden Spitzenspiele gegen RB Leipzig (H), Union Berlin (A) und Borussia Dortmund (H). "Ich glaube, dass wir uns mit den Aufgaben steigern können", sagte Hütter laut Frankfurter Rundschau. Nach den nächsten drei Spielen dürfte dann schon genauer einzuschätzen sein, wohin der Weg der Eintracht in dieser Saison führen wird.

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Daniel Michel  
13.11.2020