Abschluss am Samstag?

Warum die Leihe von Reinier überraschend kommt

Reinier soll eigentlich Spanien bevorzugt haben. Foto: Imago
Reinier soll eigentlich Spanien bevorzugt haben. Foto: Imago

Borussia Dortmund sammelt wohl weiter internationale Top-Talente. Nach Jude Bellingham soll nun auch Reinier Jesus Carvalho das Mittelfeld des BVB verstärken. Die Leihe des Brasilianers von Real Madrid steht laut Medienberichten unmittelbar bevor. Sie kommt durchaus überraschend.

Aus Dortmunder Perspektive, weil Reinier kein klassischer Flügelspieler ist und der Vizemeister dort eher Bedarf hätte als im offensiven Zentrum, wo sich schon mehrere Spieler tummeln. Es ist wohl schlichtweg der Zugriff bei der Möglichkeit, einen sehr talentierten Spieler unter Vertrag zu nehmen, ohne dafür viel Geld investieren zu müssen. Die größere Überraschung liegt in der Entscheidung von Real Madrid, den 18-Jährigen außerhalb Spaniens zu platzieren.

Es geht mal wieder um die "extracomunitarios"

Zum einen, weil Reinier selbst wohl den Wunsch geäußert haben soll, wie die Sportzeitung Marca berichtet, auf der iberischen Halbinsel zu bleiben. Dort wolle er sich weiter einleben, auch sehe er den Fußball in LaLiga als perfekt für seine eigene Charakteristik an. Daneben sind es vor allem planerische Gründe, die den Entscheid pro BVB zu einer gewissen Überraschung machen. Wie so oft bei Real geht es dabei um die zulässige Höchstzahl an sogenannten "extracomunitarios". Es dürfen in LaLiga nur drei Nicht-EU-Ausländer für den Kader registriert sein, diese Plätze nehmen aktuell Vinicius Junior, Eder Militao und Rodrygo Goes ein. Südamerikaner können in Spanien nach zwei Jahren eingebürgert werden, die sie aber am Stück im Land verbracht haben müssen.

Was Hakimi und Haaland mit Reinier zu tun haben

Bei Reinier würde, wie die Sportzeitung AS erinnert, der Countdown neu gestartet, sobald er aus Dortmund nach Madrid zurückkehrt. Weil Real immer wieder am Rande der Höchstgrenze verweilt, gingen Medien zuletzt von einer Leihe innerhalb Spaniens aus, um den Weg des Top-Talents in das ständige Aufgebot von Zinedine Zidane zu erleichtern. Die AS referenziert aber das gute Verhältnis mit dem BVB, die positiven Erfahrungen bei Achraf Hakimi und ein mögliches zukünftiges Interesse an Erling Haaland als Faktoren, die bei den Königlichen aktuell im Vordergrund stehen sollen.

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Lars Pollmann  
15.08.2020