SGE-Stürmer

Warum die Eintracht Dost nicht ziehen lassen sollte

Bas Dost (r.) und Andre Silva harmonierten bei der Eintracht zuletzt. Foto: Imago

Zuletzt machten bei Eintracht Frankfurt Gerüchte die Runde, dass Stürmer Bas Dost die Hessen noch verlassen könnte. Doch der Niederländer hat seine Bedeutung für die Eintracht bereits unter Beweis gestellt. 

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Lange galt der FC Brügge als aussichtsreicher Interessent für eine Verpflichtung von Frankfurts Stoßstürmer Bas Dost, zuletzt hatte die englische Daily Mail über ein Sechs-Millionen-Angebot von den Tottenham Hotspurs berichtet, die den Niederländer als Backup für Topstürmer Harry Kane verpflichten wollen. Und Dost? Der 31-Jährige scorte unbeeindruckt von allen Gerüchten weiter für die Hessen, war an allen drei bisherigen Saisontoren direkt beteiligt und präsentierte sich verletzungsfrei in guter Form.

Wo Dost besser ist als Lewandowski

Ohnehin ist der ehemalige Wolfsburger trotz seiner Tempodefizite immens wichtig für das Team von Trainer Adi Hütter. Schon in der vergangenen Saison bestach er in 32 Pflichtspielen trotz Verletzungssorgen mit seinen Vorzügen als Wandspieler, gewann laut GSN starke 53,5 Prozent seiner Zweikämpfe, mehr als Bundesliga-Toptorjäger Robert Lewandowski, und über 60 Prozent seiner Luftduelle. Zum Vergleich: Der zum FC Schalke 04 gewechselte Goncalo Paciencia gewann dort rund 45 Prozent. Für seine elf Pflichtspieltore benötigte Dost 44 Torschüsse. Jeder vierte Torschuss saß. Laut dem GSN Index hat der Stürmer derzeit seinen sogenannten "Leistungspeak" erreicht, ist auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung.

Internes Duell gegen Paciencia gewonnen - was ist mit Jovic?

Neben Andre Silva ist Dost derzeit in der Eintracht-Offensive gesetzt, beide harmonieren prächtig und legten sich die drei Saisontreffer allesamt gegenseitig auf. Das interne Duell um den Platz neben dem Portugiesen hat Dost gegen den verliehenen Paciencia gewonnen. Auch eine Rückkehr von Luka Jovic von Real Madrid würde nicht zwangsläufig einen Dost-Abgang bedeuten. Denn der 31-Jährige bringt mit seiner Spielweise eine andere Komponente ins Spiel der Hessen. Mit einem Sturmtrio Dost, Silva und Jovic hätte Trainer Adi Hütter noch mehr Möglichkeiten in der Offensive. Dahinter lauert zudem mit Ragnar Ache ein Sturmtalent, das zwar noch Zeit benötigt und bekommen soll, aber Tempo und Körperlichkeit mitbringt, um die Offensive der Hessen noch facettenreicher zu gestalten.

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Benjamin Heinrich  
23.09.2020