Stepanovic erklärt

Wechsel-Warnung an Eintracht-Stars: "Musst dir alles neu erkämpfen"

Jovic hat bei Real kaum einen Fuß auf den Boden bekommen. Foto: Getty Images
Jovic hat bei Real kaum einen Fuß auf den Boden bekommen. Foto: Getty Images

Eintracht Frankfurt hat ein herausragendes Jahr 2022 hinter sich. Mit dem Triumph in der Europa League und der gelungenen Premiere in der Champions League haben sich auch die Profis der Hessen in den Vordergrund gespielt. Bei einigen Stars zirkulieren zahlungskräftige Top-Klubs, nachdem im Sommer etwa Filip Kostic ging. Dragoslav Stepanovic warnt die Spieler aber vor dem Abschied aus Frankfurt.

"Egal, wo du als Top-Spieler von Eintracht hingehst – du musst dir alles neu erkämpfen", erklärt die Trainerlegende gegenüber der Bild-Zeitung. Bei Kostic ist das nach dem Wechsel zu Juventus vergleichsweise schnell gelungen, andere ehemalige SGE-Stars hatten es nach ihrem Abschied hingegen sehr schwer. Luka Jovic zum Beispiel ist bei Real Madrid ein teurer Transferflop gewesen und spielt inzwischen für die AC Florenz in Italien. Bei der Eintracht war der Stürmer noch ein aufstrebender Bundesliga-Star gewesen.

"Überlege genau, wann du wirklich bereit bist"

"Eine gut funktionierende Mannschaft hebt auch jeden einzelnen Spieler höher. Das verleitet viele zu glauben, dass sie besser sind, als es der Fall ist. Er war nicht professionell genug", urteilt Stepanovic über Jovic. "Überlege genau, wann du wirklich bereit bist, zu einem größeren Verein zu wechseln", lautet deshalb sein Rat an Spieler wie Randal Kolo Muani, Evan Ndicka oder Daichi Kamada. Letztgenanntes Duo ist aufgrund auslaufender Verträge am Saisonende mutmaßlich ohne Ablöse weg, bei Kolo Muani könnte der Klub eine horrende Summe erzielen.

"Gewonnen hat nur die Eintracht"

Dass sich der nachnominierte französische WM-Fahrer eines Tages in die Liste der Frankfurter Top-Abgänge einreihen wird, liegt wohl auf der Hand. Bei den bisherigen Top-Deals von Jovic und Sebastien Haller, der bei West Ham United nicht glücklich wurde und erst bei Ajax wieder in die Spur fand, hat die SGE das bessere Ende für sich gehabt. "Gewonnen hat nur die Eintracht", so Stepanovic. "Der Verein hat diese Spieler zum richtigen Zeitpunkt verkauft, als es viel Geld gab. Zwei Jahre später hätten viele Klubs das nicht mehr bezahlt."

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
29.11.2022