Alle ziehen mit

"War sehr sauer": Mascarell widerspricht Gehaltsverzicht-Storys

Omar Mascarell will im Zuge der Gehaltsverzicht-Berichterstattung einiges klarstellen.
Omar Mascarell will im Zuge der Gehaltsverzicht-Berichterstattung einiges klarstellen. Foto: Imago Images

Schalke 04 hatte sich vor Kurzem mit seinen Spielern auf einen erneuten Gehaltsverzicht verständigt. Gerüchte, nach denen Teile der Mannschaft damit nicht einverstanden waren, weist Kapitän Omar Mascarell vehement zurück.

Omar Mascarell ist gar nicht gut auf gewisse Medien zu sprechen. Grund hierfür ist ein Teil der Berichterstattung, welcher sich im Zuge des erneuten Gehaltsverzichts ergab. "Ich war sehr sauer darüber, wie teilweise über dieses Thema berichtet wurde", echauffiert sich der Kapitän von Schalke 04 im Gespräch mit Sport1. Er habe Respekt davor, dass Journalisten darüber berichten müssen, sagt Mascarell. Doch: "Wenn sie das tun, sollte es aber auch richtig sein. Es war definitiv nicht so, wie in einem Medium geschildert. Wir als Mannschaft wollten dem Verein vom ersten Moment an helfen."

Unnötige Ausgaben und Zoff in der Mannschaft

Die Sport Bild hatte im Zuge dessen berichtet, nicht alle Stars würden dem nochmaligen Teilverzicht zustimmen. Der Vorwurf: Schalke würde unnötige Ausgaben tätigen und Profis bezahlen, die gar nicht mehr auf Schalke spielen. Überdies soll derjenige Teil an Spielern geklagt haben, dass der Klub regelmäßig hohe Abfindungen zahle. Innerhalb der Mannschaft soll es deshalb zu großen Differenzen gekommen sein. Spielführer Mascarell war von Beginn weg einer der Befürworter dieser Maßnahmen.

Impuls im Frühjahr von der Mannschaft

"Es war nicht schwierig, mit der Mannschaft über die grundsätzliche Entscheidung für einen Gehaltsverzicht zu sprechen. Wir haben im Frühjahr schon unsere Hilfe angeboten", sagt der Iberer. Damals sei der erste Impuls aus der Mannschaft gekommen. Diesmal war es Schalke, das auf seine Spieler zugekommen sei. Nach Beratungen innerhalb des Teams sei die Zustimmung erfolgt.

Appell über Schalke hinaus

Jetzt sei wichtig, dass dieses Thema erledigt sei, meint Mascarell. Der 27-Jährige macht aber noch mal eine Ansage, die Schalke-unabhängig Gültigkeit besitzt. Er könne nicht verstehen, wenn sich ein Spieler dagegen wehre und nicht bereit sei, auf 10, 15 oder 20 Prozent seines Gehalts zu verzichten: "Wo ich herkomme, arbeiten Menschen zehn bis zwölf Stunden am Tag, um am Ende des Monats 600 Euro zu verdienen." Als Fußballer führe man ein privilegiertes Leben und verdiene sehr viel Geld. "Ich werde mich deshalb immer dafür einsetzen zu helfen", sagt Mascarell.

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Andre Oechsner  
17.11.2020