Eintracht bleibt entspannt

Wann kommen die Haller-Millionen? Hübner vertraut West Ham United

Sebastien Haller hat für West Ham sieben Saisontore erzielt.
Sebastien Haller hat für West Ham sieben Saisontore erzielt. Foto: Getty Images

Es ist eines der Themen dieser langen Sommerpause inmitten der Coronakrise: Eintracht Frankfurt wartet noch immer auf die Raten von West Ham United für Sebastien Haller. Sportdirektor Bruno Hübner gibt sich betont gelassen.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

West Ham United hat bislang erst rund die Hälfte der vergangenen Sommer ausgemachten 50 Millionen Euro für Sebastien Haller an Eintracht Frankfurt überwiesen. Noch immer warten die Hessen auf die Zahlung von zwei Raten, insgesamt müssen die Hammers noch 24 Millionen Euro für den Franzosen bezahlen. "Das ist Geld, was von uns schon verplant worden ist und womit wir schon etwas vorfinanziert haben", bestätigte Bruno Hübner.

Hübner optimistisch bei Haller-Millionen

Sprich: Sollten die Millionen fließen, sind diese nicht für neue Spieler einkalkuliert. Der Sportdirektor der Frankfurter bleibt in der Causa aber noch gelassen: "Ich gehe davon aus, dass wir das Geld noch erhalten. Wann? Da muss man abwarten." Das Gerücht, wonach die FIFA bereits ein Urteil gefällt, aber noch nicht veröffentlicht habe, konnte Hübner nicht bestätigen. Davon wisse er nichts, antwortete der ehemalige Profi.

"West Ham muss bezahlen"

Er arbeitete die Fakten heraus: "West Ham muss bezahlen. Sie haben den Spieler geholt, dann kam aber Corona dazwischen und die Mannschaft steckte im Abstiegskampf. Durch den Klassenerhalt sollte ich die finanzielle Situation aber verbessert haben." Hübner nahm den Klub in Schutz: "Die englischen Teams sind normalerweise seriös. Coronabedingt haben sie das Zahlungsziel aber aufgeschoben und wollten damit wohl Zeit gewinnen."

Haller hat Vertrag bis 2024

Doch die Situation sei klar geregelt. Haller unterschrieb einen bis 2024 laufenden Vertrag und West Ham muss seine offenstehenden Raten natürlich auch dann bezahlen, selbst wenn sie unzufrieden mit der Entwicklung des 26-Jährigen sind. "Die Fakten liegen auf unserer Seite, wir sind da ganz entspannt", so Hübner betont gelassen. Insgesamt halten sich die Frankfurter zu diesem Thema aber sehr bedeckt.

Christopher Michel  
01.09.2020