Zwei Finalspieler noch da

Wandel bei der Eintracht: Pokalsieger von 2018 schon fast alle weg!

Makoto Hasebe (l.) und Danny da Costa (r.) sind noch übrig aus der Pokalsiegerelf von 2018. Foto: Imago

Am 19. Mai 2018 schrieb Eintracht Frankfurt Geschichte und wurde nach einem 3:1 gegen den FC Bayern München DFB-Pokalsieger. Drei Jahre später ist von dem einstigen Siegerteam bei den Hessen aber kaum noch etwas übrig geblieben.

18 Spieler gehörten im Mai 2018 zum Aufgebot von Eintracht Frankfurt, das im Pokalfinale den FC Bayern München besiegte. Vor jenem Samstag strich der damalige Coach Niko Kovac noch Vereinslegende und Kapitän Alex Meier. Eine brisante Entscheidung, die am Ende aber ohne Folge bleiben sollte. Mittelfeldspieler Gelson Fernandes hingegen fehlte nach seinem Platzverweis im Halbfinale auf Schalke gesperrt im Finale. Von jenem 18er-Kader stehen drei Jahre später nur noch zwei Spieler im derzeitigen Aufgebot der Eintracht. Rechtsverteidiger Danny da Costa und Defensivroutinier Makoto Hasebe. Alle anderen haben seitdem den Klub verlassen oder ihre Karrieren beendet. Ein Zeichen des stetigen Umbruchs in Frankfurt. 

Pokalhelden Rebic und Gacinovic nach Mailand und Hoffenheim

Nach dem Pokalsieg suchten schon diverse Kräfte quasi auf dem Höhepunkt mit der Eintracht eine neue Herausforderung. Keeper Lukas Hradecky zog es zu Bayer Leverkusen, Leader Kevin-Prince Boateng nach Sassuolo, Marius Wolf zu Borussia Dortmund und Omar Mascarell über Real Madrid zum FC Schalke 04. In der Zwischenzeit gingen aber auch Carlos Salcedo (Tigres), Mijat Gacinovic (TSG Hoffenheim), Taleb Tawatha (Rasgrad / mittlerweile Haifa), Ante Rebic (AC Mailand), Marco Fabian (Philadelphia / mittlerweile Doha), Sebastien Haller (West Ham / mittlerweile Ajax Amsterdam) und Jetro Willems (vereinslos / mittlerweile SpVgg Greuther Fürth). Kurios: Mit Angreifer Luka Jovic kehrte ein Kaderspieler zuletzt zwischenzeitlich von Real Madrid zurück, aber nur für ein halbes Jahr per Leihe. Ersatztorhüter Jan Zimmermann und Verteidiger Marco Russ haben ihre Karrieren mittlerweile beendet. Zimmermann ist Torwarttrainer bei den Hessen, Russ Analyst. Und Endspielkapitän David Abraham? Der kehrte im vergangenen Januar nach Argentinien zurück, spielt dort aber nicht mehr als Profi.

Manga noch da - Murrer und Spohrer letzte Pokalsiegertrainer

Drei Spieler, die in Berlin zumindest anwesend waren und es mit auf das Siegerfoto schafften, allerdings nicht im Kader standen, stehen aktuell auch noch bei der Eintracht unter Vertrag: Timothy Chandler, Daichi Kamada und Aymen Barkok. Auch in der sportlichen Leitung und im Team um das Team gab es in den drei Jahren einige Veränderungen. Trainer Niko Kovac zog es zum FC Bayern München, mittlerweile steht er bei der AS Monaco am Seitenrand. Sportboss Fredi Bobic wechselte in diesem Sommer zu Hertha BSC und auch Co-Trainer Armin Reutershahn ist nicht mehr bei der Eintracht, er ging mit Ex-Coach Adi Hütter zu Borussia Mönchengladbach. Sportdirektor Bruno Hübner beendete seine Funktionärstätigkeit ebenfalls in diesem Sommer. Aus dem Trainerteam blieben seitdem nur Fitnesstrainer Markus Murrer und Athletiktrainer Martin Spohrer übrig. Aus der sportlichen Führung überstand Ben Manga jeden Umbruch und wurde zuletzt sogar vom Chefscout zum Direktor Profifußball befördert. Auch um die Mannschaft herum erlebten die Frankfurter in den vergangenen drei Jahren einen ständigen Wandel. 

Der Pokalsieger-Kader im Überblick:

Startelf: Lukas Hradecky - Danny da Costa, Carlos Salcedo, David Abraham, Jetro Willems - Makoto Hasebe - Omar Mascarell, Jonathan de Guzman (74. Marco Russ) - Marius Wolf (60. Mijat Gacinovic), Kevin-Prince Boateng, Ante Rebic (89. Sebastien Haller)

Ohne Einsatz: Jan Zimmermann (ETW), Taleb Tawatha, Marco Fabian, Luka Jovic 

Trainer: Niko Kovac

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Benjamin Heinrich  
05.09.2021