Hamburg in der Relegation

Walter: "Es war sinnbildlich für den neuen HSV"

Tim Walter spielt mit dem HSV in der Relegation um den Aufstieg. Foto: Getty Images.
Tim Walter spielt mit dem HSV in der Relegation um den Aufstieg. Foto: Getty Images.

Im vierten Jahr hat der Hamburger SV die Chance auf den Aufstieg in die Bundesliga. Die Hanseaten treffen in der Relegation auf Hertha BSC. Den 3:2-Sieg gegen Hansa Rostock wertet Tim Walter als Sinnbild für die Saison 2021/22 - und die neue Identität seiner Mannschaft.

In den vergangenen drei Jahren ist der Hamburger SV in der entscheidenden Phase der 2. Bundesliga eingebrochen und hat stets die gute Ausgangslage für das Aufstiegsrennen verspielt. Unter Tim Walter drohten die Rothosen ein Deja-vu zu erleben, ehe die letzten fünf Partien allesamt gewonnen wurden und die Mannschaft auf den dritten Tabellenplatz kletterte.

HSV erreicht die Relegation

Dabei sah es im Showdown gegen Hansa Rostock zunächst so aus, als würde der HSV erneut alles verspielen. Zur Halbzeit lag die Walter-Elf mit 0:1 zurück, während Konkurrent Darmstadt mit 3:0 gegen den SC Paderborn führte. Robert Glatzel (50.), Sebastian Schonlau (75.) und Mikkel Kaufmann (85.) wendeten jedoch das Blatt, auch das Tor zum 2:3 aus Hansa-Sicht durch Lukas Fröde (90.+1) brachte Hamburg nicht mehr ins Wanken. Am 19. und 23. Mai geht es nun gegen Hertha BSC um das letzte Ticket für die Bundesliga.

Walter: "Meine Jungs sind grandios"

Tim Walter erlebte trotz des Erreichens der Relegation einen normalen Arbeitstag: "Wir hatten in der gesamten Saison Widerstände zu überwinden, das haben wir heute auch wieder gemacht. Was meine Mannschaft abgeliefert hat, war grandios, es war sinnbildlich für den neuen HSV", schwärmte der Coach bei Sky und betonte: "Man sieht die Entwicklung in der Aura, im Charakter, genauso fußballerisch. Wir sind mutig, zeigen immer Bereitschaft und hören nie auf." Rostock habe seiner Mannschaft "brutal viel abverlangt, die haben das richtig geil gemacht", sagte Walter, "aber meine Jungs sind grandios". Größer könnte das Lob kaum ausfallen.

Florian Bajus  
15.05.2022