Dissens beim HSV

Walter über Vorstandszoff: "Alle sollten sich auf den Sport konzentrieren"

Tim Walter will den Fokus auf den Sport lenken. Foto: Getty Images.
Tim Walter will den Fokus auf den Sport lenken. Foto: Getty Images.

Der Dissens in der Führungsetage des Hamburger SV betrifft auch Cheftrainer Tim Walter. Der 46-Jährige appellierte auf der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel gegen die Spielvereinigung Bayreuth (Samstag, 15.30 Uhr) daran, den Fokus auf das Sportliche zu lenken.

Hinter dem Hamburger SV liegt keine angenehme Woche. Am vergangenen Sonntag verloren die Rothosen mit 0:1 gegen Hansa Rostock, im Anschluss geriet der Dissens zwischen Sportvorstand Jonas Boldt und Finanzvorstand Dr. Thomas Wüstefeld in den Vordergrund. Nachdem auch über einen vermeintlichen Streit zwischen Wüstefeld und Tim Walter berichtet worden war, äußerte sich der Coach zur gegenwärtigen Situation und bemängelte fehlende Konzentration auf das Kerngeschäft - den Fußball.

Walter: "Das Ganze sollte sich auch um den Sport drehen"

"Wir haben in der vergangenen Saison sehr gute Spiele gemacht, um in der Stadt eine Euphorie um den Verein auszulösen. Das war ein Verdienst des Sports und ein Verdienst meiner Mannschaft. Deshalb haben wir 23.000 Dauerkarten für diese Saison verkauft", sagte Walter gemäß des Hamburger Abendblatt auf der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel gegen Bayreuth und ergänzte: "Wir heißen nicht umsonst Hamburger Sportverein. Darum sollte sich das Ganze auch um den Sport drehen. Das ist meine Aufgabe und alles andere ist nicht meine Aufgabe. Darum konzentriere ich mich auf den Sport. So, wie es alle machen sollten." Doch ein zeitnahes Ende des vereinsinternen Streits erscheint derzeit außer Reichweite.

Florian Bajus  
29.07.2022