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Vom 13. der 2. Liga gekommen

"Wahrscheinlich ist nicht jeder begeistert": Thioune will es den Zweiflern zeigen

Thioune schätzt den Sprung von Osnabrück zum HSV als groß ein. Foto: Thomas F. Starke/Bongarts/Getty Images
Thioune schätzt den Sprung von Osnabrück zum HSV als groß ein. Foto: Thomas F. Starke/Bongarts/Getty Images

Der Hamburger SV geht in die dritte Saison in Liga zwei mit dem dritten Hoffnungsträger. Für Trainer Daniel Thioune vom VfL Osnabrück griffen die Hanseaten vergleichsweise tief in die Tasche. Der Chefcoach weiß, dass er beim HSV unter Beobachtung steht.

"In Osnabrück gab es Leute, die skeptisch waren, als ich Profitrainer wurde. Die gibt es sicherlich hier in Hamburg auch. Wahrscheinlich ist nicht jeder begeistert, dass man den Trainer vom 13. der Zweiten Liga geholt hat", so der Ex-Profi gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Genau diese Skepsis treibe ihn jedoch an. Sein Ziel sei es unter anderem, den Zweiflern zu zeigen, "dass ich es kann", so Thioune.

"Am Anfang einer von vielen"

Dabei erkennt er zwar an, dass der Schritt von der Bremer Brücke in den Volkspark groß ist. "Aber die Schritte vom Jugendtrainer bis zum Profitrainer in Osnabrück waren es auch. Am Anfang war ich einer von vielen, und am Ende war ich einer der Köpfe", so Thioune selbstbewusst. Die 1. Mannschaft der Niedersachsen bewahrte er 2017/18 vor dem Abstieg in die Regionalliga, ein Jahr später gelang der Aufstieg als Drittliga-Meister.

"Nicht einfach die Copy-and-Paste-Taste drücken"

In der abgelaufenen Saison hielt sich Osnabrück ziemlich souverän in Liga zwei, erreichte sogar die magische 40-Punkte-Marke. Seine Eignung im Unterhaus hat Thioune also bewiesen. "Natürlich kann ich viele gute Dinge aus Osnabrück hier nach Hamburg mitnehmen, aber man kann nicht einfach die Copy-and-Paste-Taste drücken", analysiert er. "Ich bin offen für alles, fordere diese Offenheit aber auch von allen ein." Trainingsauftakt beim HSV ist in der kommenden Woche.

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Lars Pollmann  
31.07.2020