Viel Arbeit, wenig Ertrag

Vorbild Werner: Wie Borre an seiner Torgefahr arbeitet

Rafael Borre steht bei bislang 10 Toren für Eintracht Frankfurt. Foto: Getty Images.
Rafael Borre steht bei bislang 10 Toren für Eintracht Frankfurt. Foto: Getty Images.

Am reinen Output gemessen, erlebte Rafael Borre während seiner ersten Saison bei Eintracht Frankfurt Höhen und Tiefen. Für mehr Torgefahr soll sich der Kolumbianer an einem deutschen Nationalspieler orientieren.

Mit Rafael Borre verfügt Eintracht Frankfurt in erster Linie über einen umtriebigen Arbeiter. Der 26-Jährige geht häufig ins Pressing und scheut keine Zweikämpfe, darüber hinaus erweist er sich laut fbref.com mit durchschnittlich 2,36 Aktionen pro Spiel, die zu einem Torschuss führen, als Teamspieler im eigenen Ballbesitz. Er selbst war in 43 Pflichtspielen bisher zehnmal erfolgreich, besonders auffällig ist die Streuung seiner Treffer.

Wichtig im Europa-League-Endspurt

An den ersten zehn Bundesliga-Spieltagen durfte Borre nur ein einziges Mal zum Jubeln ansetzen, dafür erzielte er zwischen den Spieltagen elf und siebzehn insgesamt drei Tore. In der gesamten Rückrunde stehen ebenfalls drei Tore zu Buche, wobei zwei Treffer von der 2:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund am 18. Spieltag stammen. Umso wichtiger war Borre in der Europa League: Nach einem Torerfolg in der gesamten Gruppenphase traf der Kolumbianer im Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Barcelona (3:2) zum zwischenzeitlichen 2:0, im Halbfinal-Rückspiel gegen West Ham markierte er das entscheidende 1:0.

Borre orientierte sich an Werner

Laut eines Berichts der Sport Bild arbeitet Borre daran, seine Trefferquote auszubauen. Dafür soll er im Winter von seinem persönlichen Videoanalysten Szenen von Timo Werner erhalten haben. Borre, so Sport Bild, habe lernen sollen, mit wenigen Schritten Tempo aufzunehmen und sich Raum zu verschaffen, der für einen Mittelstürmer in der Regel knapp bemessen ist. Ausgezahlt hat sich das Videostudium nur bedingt - doch Borre ist ein Musterbeispiel dafür, dass Stürmer im modernen Fußball mehr als reine Torschützen sind.

Florian Bajus  
11.05.2022