"Die Rollenverteilung ist klar"

Vor Pokal-Duell: Becker angetan von Hamburger Bescheidenheit

Becker war ein Jahr lang im Volkspark zuhause. Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images
Becker war ein Jahr lang im Volkspark zuhause. Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images

Dynamo Dresden trifft in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals am Montagabend auf den Hamburger SV. Es ist eines dieser vielzitierten besonderen Spiele für Ralf Becker, den neuen Sportchef der Sachsen. Beim HSV hielt er sich in der Rolle nur eine Saison lang.

Eine gewisse Genugtuung darüber, dass es sein Nachfolger Jonas Boldt mit dem Aufstieg auch nicht hingekriegt hat, wäre durchaus verständlich. Doch Becker findet in erster Linie lobende Worte für die Hanseaten. "Die Spieler, die aus dem Kader der vergangenen Saison geblieben sind, und die Transfers finde ich sportlich total gut. So, wie der HSV derzeit etwas bescheidener auftritt, das tut dem Klub gut", sagt der 49-Jährige gegenüber der Bild-Zeitung.

HSV "von der Papierform Favorit"

Er traue dem HSV eine sehr gute Rolle in Liga zwei zu. Damit ist auch die Frage nach dem Favoriten für das Pokalspiel vermeintlich beantwortet. "Die Rollenverteilung ist klar. Von der Papierform ist der Gegner der Favorit. Aber wir spielen zu Hause, es ist ein Pokalspiel", sagt Becker. Im Gegensatz zu vielen anderen Partien dürfte auch ein echter Heimspiel-Charakter zustande kommen. Dynamo dürfte die größte Zuschauerkulisse seit dem Lockdown in der Coronakrise im Frühjahr erwarten.

"Versuchen, gewisse Normalität herzustellen"

Eine offizielle Begrenzung gibt es nicht, laut des Boulevardblatts sind 10 000 Dynamo-Fans realistisch. Möglich macht dies die stabile Lage bei den Neuinfektionen im Freistaat Sachsen. "Wenn es die Zahlen hergeben, sollte man versuchen, eine gewisse Normalität herzustellen", sagt Becker. "Wenn wir es schaffen, das Stadion einigermaßen gut zu füllen, wäre ich sehr froh." 

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Lars Pollmann  
08.09.2020