Juventus auf Stürmersuche

Vor Milik-Transfer: Letzter Angriff auf Memphis?

Memphis könnte doch noch bei Juve landen. Foto: Getty Images
Memphis könnte doch noch bei Juve landen. Foto: Getty Images

Die Ernüchterung bei Juventus ist groß. Am Montagabend erzielte die Alte Dame bei Sampdoria nur ein torloses Remis, das die spielerischen Mängel der Mannschaft von Massimiliano Allegri offenbart hat. Die Enttäuschung am 2. Spieltag sorgt offenbar für ein neuerliches Umdenken bei der Stürmersuche, die ohnehin längst zum Dauerthema geworden ist. Mittendrin bleiben Memphis Depay und Arkadiusz Milik.

Nachdem die Verpflichtung des Niederländers vom FC Barcelona schon vor Wochen als quasi ausgemachte Sache galt, die nur noch der Vertragsauflösung bei den Katalanen bedurfte, hat sich zuletzt der Pole von Olympique Marseille als wahrscheinlichere Wahl herauskristallisiert. Der frühere Leverkusener Bundesliga-Profi werde bevorzugt, hieß es, weil er vom Profil eher als Backup für Dusan Vlahovic fungieren könne: Beide sind hochgewachsene waschechte Torjäger. Zudem kennt Milik die Serie A aus Zeiten bei der SSC Neapel. Sogar die Konditionen des Deals mit OM sind schon ausgehandelt (fussball.news berichtete).

Einigung bezüglich Milik steht

Wie etwa die in Turin erscheinende Zeitung Tuttosport schreibt, soll der Nationalspieler zunächst gegen 2 Millionen Euro Leihgebühr kommen, für 2023 bestehe dann eine verbindliche Kaufoption in Höhe von 8 Millionen Euro. Dem Bericht zufolge hat aber nun das Remis von Genua Zweifel gesät. In der Nachbesprechung der Partie bei Sampdoria haben sich die Verantwortlichen von Juventus demnach darauf verständigt, doch nochmal mit Memphis und seinen Beratern in Kontakt treten zu wollen. Denn der spielerischen Armut der Allegri-Elf könnte man mit einem kreativen Offensivspieler wie dem Barca-Niederländer beikommen.

Doch lieber einen Kreativstürmer wie Memphis?

Memphis ist anders als Milik kein typischer Neuner, wäre mithin also auch eine Option, mit und nicht nur anstelle von Vlahovic aufzulaufen. Zuletzt hatte Juventus von dieser Idee Abstand genommen, nicht zuletzt auch wegen angeblich zu hoher Gehaltsforderungen seitens des 28-Jährigen. Die Kontakte zum Management von Memphis seien aber nicht ganz abgebrochen worden, so das Blatt, und grundsätzlich sei auch vorstellbar, dass die Spielerseite die eigenen Forderungen runterschraubt. Bei Barca saß Memphis in der neuen Saison 180 Minuten auf der Bank, andere Interessenten drängen sich aktuell wohl nicht auf. In der WM-Saison wird der Oranje-Internationale nicht monatelang ohne Spielpraxis bleiben wollen. So tut sich womöglich doch die Tür zu Juventus nochmal auf. Die Bianconeri können dem Vernehmen nach aber jederzeit bei Milik zuschlagen. Die Einigung mit Marseille steht auf festem Fundament, zumal die handelnden Personen bei OM größtenteils Juve-Vergangenheit haben: Präsident Pablo Longoria und Sportdirektor Javier Ribalta waren Scouts, Cheftrainer Igor Tudor hat für die Alte Dame gespielt und war später Co-Trainer von Andrea Pirlo.

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Lars Pollmann  
24.08.2022