Leipzigs Co- wurde beim FCN zum Cheftrainer

Vor Klauß-Verpflichtung: Hecking beriet sich mit Nagelsmann

Hecking holte sich Nagelsmanns Rat ein. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
Hecking holte sich Nagelsmanns Rat ein. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Am Samstag bestreitet Robert Klauß sein erstes Pflichtspiel als Cheftrainer im Profibereich. Mit dem 1.FC Nürnberg geht es dabei im DFB-Pokal ausgerechnet gegen RB Leipzig. Von dort hatte ihn Dieter Hecking erst im Sommer verpflichtet.

Es war eine der ersten Amtshandlungen des neuen Sportchefs beim FCN. Neben Klauß galten auch Dimitrios Grammozis und Manuel Baum als Kandidaten. Gespräche führte Hecking mit allen drei, bezüglich Klauß holte er sich auch den Rat von dessen Chefcoach Julian Nagelsmann ein. "Ich habe ein längeres Gespräch mit Julian geführt und habe ihn gefragt: Ist Robert so weit, traust du ihm das zu?", berichtet Hecking gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

"Sofort Feuer unterm Dach"

"Der 1. FC Nürnberg ist ja kein einfacher Verein, da ist sofort Feuer unterm Dach, wenn es nicht so läuft", erklärt der Castrop-Rauxeler. Für Klauß habe die klare Idee gesprochen, die er spielerisch implementieren will. "Den Ausschlag gab, dass wir von Robert absolut überzeugt sind", so Hecking. Er und Nachwuchsleiter Michael Wiesinger, der bei den Gesprächen dabei war, haben sich demnach unisono, aber unabhängig voneinander, für Klauß als Wunschkandidaten entschieden.

"Extrem gut, dass Nagelsmann gekommen ist"

Mit der Verpflichtung eines Trainers aus dem RB-Kosmos gehen nun Erwartungen einher, was die Spielweise angeht. Dass Nürnberg nun aber alleine auf Vollgas-Pressing setzt, sieht Hecking nicht so. "Natürlich ist das ein Stück weit seine Philosophie geworden. Aber er sagt auch, dass es für ihn extrem gut war, dass Julian Nagelsmann gekommen ist." Der seit 2019 amtierende Trainer brachte Leipzig zuletzt auch Elemente mit mehr Ballbesitz nahe. Klauß profitierte davon und macht in der Vorbereitung nicht den Eindruck, der Schritt in die Verantwortung sei zu groß für ihn.

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Lars Pollmann  
08.09.2020