Wechsel kommt einem Kulturschock gleich

Von Freiburg zu H96: Frantz "weiß natürlich, was ich aufgebe"

Frantz wird im Oktober 34 Jahre alt. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images
Frantz wird im Oktober 34 Jahre alt. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Der Transfer von Mike Frantz vom SC Freiburg zu Hannover 96 kam dem Vernehmen nach selbst für seine Teamkollegen bei den Breisgauern überraschend. Mit 33 Jahren will der Kapitän eine letzte neue Aufgabe als Profi erleben. Dabei hat er sich mit den Niedersachsen ein interessantes Pflaster gesucht.

"Ich weiß natürlich, was ich aufgebe. Aber ich habe richtig Bock auf diese Aufgabe", so der Mittelfeldmann gegenüber der Bild-Zeitung. Er habe sich "ganz bewusst" für die Herausforderung bei H96 entschieden. Nach sechs Jahren beim Sportclub könnte der Zweitligist dabei so etwas wie ein Kulturschock sein. "Hannover ist das komplette Gegenteil von Freiburg", sagt auch Frantz. Aber er fühlt sich ob seiner Vergangenheit beim 1.FC Saarbrücken und 1.FC Nürnberg gut vorbereitet.

Zum Abschied "Tränen in den Augen"

Das Umfeld beider Klubs gilt als unruhig. In Sachen Kontinuität kann ohnehin kaum ein Verein in Deutschland mit Freiburg mithalten. Der Abschied sei ihm schwer gefallen, betont Frantz, weil das Zusammengehörigkeitsgefühl im Schwarzwald extrem ausgeprägt sei. "Da hatte ich auch Tränen in den Augen." Für Hannover 96 sprach aber wohl, dass er in Liga zwei nochmal als Stammkraft gefragt sein könnte. Kenan Kocak machte Frantz den unerwarteten Wechsel im persönlichen Gespräch schmackhaft.

Kocak "sehr, sehr ehrgeizig"

"So wie ich Kenan kennengelernt habe, ist er sehr, sehr ehrgeizig, hat hohe Ziele. Er hat von Tuchel und Guardiola gelernt Das sagt sehr viel über ihn aus", so Frantz. Wie sein neuer Cheftrainer wolle auch der als Führungskraft eingeplante Neuzugang sich immer weiterentwickeln. Deshalb wohl auch der späte Schritt weg aus Freiburg. Nur kann sich kein Spieler in Hannover wirklich sicher sein, dass er auch über mehr als ein paar Monate mit einem Trainer zusammenarbeiten darf. Während Frantz' sechs Jahren in Freiburg unter Christian Streich versuchten sich alleine acht Cheftrainer bei H96.

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Lars Pollmann  
02.08.2020