Seit Samstag neuer Vereinsrekord für die Schwaben

Vom VfB bis Schalke: Das Joker-Ranking der Bundesliga

Wenn Matarazzo wechselt ist Gefahr in Verzug. Foto: Imago
Wenn Matarazzo wechselt ist Gefahr in Verzug. Foto: Imago

Philipp Förster brauchte am Samstag vier Minuten, Hannes Wolf sogar nur eine. Die Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart und von Borussia Mönchengladbach steuerten nach Einwechslung einen Treffer bei. Die Schwaben verloren ihre Partie gegen Union Berlin dennoch, stellten aber immerhin einen neuen Vereinsrekord auf.

Bisher teilte sich die Elf von Pellegrino Matarazzo die klubinterne Bestmarke mit der Mannschaft von Felix Magath, die 2002/03 hinter dem FC Bayern Vizemeister wurde. Nun erzielte Förster das schon 13. Jokertor der Schwaben, die damit auch im Vergleich der Bundesligisten aktuell einsam ihre Kreise ziehen. Der VfB hat als einziges Team bereits eine zweistellige Zahl an Treffern von Einwechselspielern verzeichnet. Dahinter rangieren der FC Bayern und RB Leipzig mit jeweils neun Jokertoren, Werder Bremen und Hertha BSC, jeweils mit einem Spiel weniger, stehen bei acht.

Kalajdzic alleine besser als sechs Klubs

Stuttgart stellt dabei in Sasa Kalajdzic auch den gefährlichsten Einwechselspieler der laufenden Saison, der alleine schon fünfmal von der Bank kommend getroffen hat. Damit hat der Österreicher mehr Jokertore markiert als sechs Klubs insgesamt zustande bringen: Der 1.FC Köln, Arminia Bielefeld, die TSG Hoffenheim, der FC Augsburg, VfL Wolfsburg und FC Schalke 04. Förster derweil war auch schon der sechste unterschiedliche Spieler, der für Stuttgart nach Einwechslung getroffen hat. Damit schloss Matarazzo in dieser Hinsicht zur Konkurrenz auf. Leipzig, Werder und Borussia Dortmund haben ebenfalls bereits sechs verschiedene Joker-Torschützen in ihren Reihen.

Vier Teams mit mehr als 20 Prozent Jokertoren

Wenig verwunderlich ist im Übrigen, dass beim VfB Stuttgart der größte Anteil an Saisontoren insgesamt auf Einwechselspieler entfällt. Über ein Viertel aller Tore der Schwaben gehen auf das Konto von Jokern. Am ehesten mithalten können Werder (25 Prozent), Hertha (23,5) und der FSV Mainz 05 (20). Dem entgegen stehen fünf Bundesliga-Klubs, bei denen Joker bislang weniger als zehn Prozent aller Tore erzielt haben: Eintracht Frankfurt, Gladbach trotz des Erfolgs von Wolf, Hoffenheim, Wolfsburg und Schalke. Die Königsblauen nehmen dabei den gewohnten Platz am Tabellenende ein: Bisher hat nur Goncalo Paciencia am 4. Spieltag im Oktober nach Einwechslung getroffen.

Das Joker-Ranking der Bundesliga

1. VfB Stuttgart: 13 Jokertore durch 6 Schützen, 25,5 Prozent Anteil an allen Saisontoren

2. RB Leipzig: 9 Tore / 6 Schützen / 17,3 Prozent

3. FC Bayern: 9 Tore / 5 Schützen / 10,8 Prozent

4. Werder Bremen: 8 Tore / 6 Schützen / 25 Prozent

5. Hertha BSC: 8 Tore / 5 Schützen / 23,5 Prozent

6. Borussia Dortmund: 7 Tore / 6 Schützen / 12,1 Prozent

7. Union Berlin: 6 Tore / 3 Schützen / 13,6 Prozent

8. FSV Mainz 05: 6 Tore / 4 Schützen / 20 Prozent

9. SC Freiburg: 6 Tore / 3 Schützen / 13,4 Prozent

10. Bayer Leverkusen: 6 Tore / 5 Schützen / 12,5 Prozent

11. Eintracht Frankfurt: 5 Tore / 3 Schützen / 8,5 Prozent

12. Borussia Mönchengladbach: 5 Tore / 4 Schützen / 9,6 Prozent

13. 1.FC Köln: 4 Tore / 3 Schützen / 14,8 Prozent

14. Arminia Bielefeld: 4 Tore / 4 Schützen / 18,1 Prozent

15. TSG Hoffenheim: 4 Tore / 4 Schützen / 9,8 Prozent

16. FC Augsburg: 3 Tore / 3 Schützen / 10,3 Prozent

17. VfL Wolfsburg: 3 Tore / 2 Schützen / 5,9 Prozent

18. FC Schalke 04: 1 Tore / 1 Schütze / 5,6 Prozent

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Lars Pollmann  
18.04.2021