DFL veröffentlicht Kennzahlen

Vom BVB bis Bielefeld: So viel zahlten die Klubs an Berater

Bei Duellen von Dortmund und Bielefeld prallen Welten aufeinander. Foto: Imago
Bei Duellen von Dortmund und Bielefeld prallen Welten aufeinander. Foto: Imago

Borussia Dortmund hat am Montag den Transfer von Gregor Kobel bekanntgegeben. Der Torhüter kommt für eine kolportierte Ablöse von 15 Millionen Euro vom VfB Stuttgart ins Ruhrgebiet. An derartigen Deals verdienen für gewöhnlich auch die Berater der Profis mit. Und das nirgends so gut wie beim BVB.

Die Schwarzgelben haben zum dritten Mal in Folge den Spitzenplatz unter den Ausgaben für Beraterhonorare unter den 36 Klubs der ersten und zweiten Bundesliga inne, wie aus den am Montag veröffentlichten Finanzkennzahlen der DFL hervorgeht. Die Angaben des Ligaverbands beziehen sich dabei auf das Geschäftsjahr 2020, das für die meisten Klubs am 30. Juni 2020 endete. In die Wertung gehen daher auch noch Transfers ein, die vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie über die Bühne gegangen sind.

Bayern folgt auf Rang zwei

Nur Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart rechnen ihre Bilanzen im Jahresrhythmus, sodass für diese vier Klubs der Stichtag 31. Dezember 2020 relevant war. Für den BVB hat die DFL Honorare für Berater in Höhe von 38,57 Millionen Euro bekannt gegeben. In der Saison 2018/19 waren es noch über 44 Millionen Euro gewesen. Beim FC Bayern auf Rang zwei war in den neuen Zahlen gar ein Anstieg festzustellen, statt knapp über 30 gab der Rekordmeister nun 33,59 Millionen Euro für Spieleragenten aus.

Drei Klubs im sechsstelligen Bereich

Das Gefälle unter den Bundesligisten ist derweil eklatant, Arminia Bielefeld als Schlusslicht gab minimal unter 1 Million Euro für Honorare aus. Allerdings ist dabei zu beachten, dass die Ostwestfalen in der Saison 2019/20 erst den Aufstieg schafften. Unter den seit 2019 durchgängig erstklassigen Teams hat Union Berlin mit Aufwendungen von 2,03 Millionen Euro den geringsten Wert aufzuweisen. Die aktuellen Aufsteiger VfL Bochum und SpVgg Greuther Fürth liegen selbst davon weit entfernt im sechsstelligen Bereich. Zum Vergleich: Der FC Schalke 04 landete 2019/20 im Berater-Ranking noch auf Rang sieben, Werder Bremen immerhin auf Platz 14.

So viel gaben die Klubs 2019/20 für Berater-Honorare aus

1. Borussia Dortmund 38,57 Millionen Euro

2. FC Bayern 32,59 Millionen Euro 

3. RB Leipzig 19,38 Millionen Euro

4. TSG Hoffenheim 17,21 Millionen Euro

5. Bayer Leverkusen 15,14 Millionen Euro

6. Hertha BSC 12,44 Millionen Euro
 
7. Eintracht Frankfurt 10,4 Millionen Euro

8. Borussia Mönchengladbach 9,09 Millionen Euro

9. VfL Wolfsburg 8,14 Millionen Euro

10. VfB Stuttgart 6,67 Millionen Euro

11. 1.FC Köln 6,05 Millionen Euro

12. FSV Mainz 05 5,98 Millionen Euro

13. FC Augsburg 3,58 Millionen Euro

14. SC Freiburg 3,56 Millionen Euro

15. Union Berlin 2,03 Millionen Euro

16. Arminia Bielefeld (knapp unter) 1,0 Millionen Euro

Aufsteiger:

VfL Bochum 0,86 Millionen Euro

SpVgg Greuther Fürth 0,75 Millionen Euro

Absteiger:

FC Schalke 04 12,1 Millionen Euro

Werder Bremen 5,75 Millionen Euro

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Lars Pollmann  
01.06.2021