PSV Eindhoven nach Vertragsende beim BVB

Vogts: "Götze entflieht der deutschen Neidkultur und dem Spott"

Götze spielt erstmals außerhalb Deutschlands. Foto: ROB ENGELAAR/ANP/AFP via Getty Images
Götze spielt erstmals außerhalb Deutschlands. Foto: ROB ENGELAAR/ANP/AFP via Getty Images

Nach seinem Vertragsende bei Borussia Dortmund hat sich Mario Götze lange Zeit gelassen. Schließlich folgte die Unterschrift bei der PSV Eindhoven. Sie kam für die meisten Beobachter überraschend, es ist ein Schritt aus dem Rampenlicht. Genau dafür gratuliert Berti Vogts dem Weltmeister von 2014.

"Ich glaube, dass es Mario guttun wird, in einer anderen Liga aufzulaufen. Endlich entflieht er der deutschen Neidkultur und dem Spott, dem er in der Bundesliga zuletzt ausgesetzt war", schreibt der einstige Bundestrainer in einer Kolumne für t-online. Götze war in den vergangenen Jahren immer stärker zur Reizfigur geworden. Die einen sahen ihn als gescheitertes Talent, die anderen als missverstandenen Topspieler. Beim BVB senkte nicht zuletzt Trainer Lucien Favre seinen Daumen, der hochdotierte Vertrag des 28-Jährigen tat sein Übriges.

"Kommt auch für Löw wieder infrage"

Nun geht es also in die niederländische Eredivisie, auch Vogts ist davon eher überrascht. Aus sportlicher Sicht traut der Weltmeister von 1974 Götze aber nach wie vor viel zu. Selbst eine Rückkehr in den Kreis der Nationalmannschaft hält er für denkbar. "Wenn Mario endlich so spielt, wie er es eigentlich kann, kommt er auch für Joachim Löw wieder infrage", ist Vogts überzeugt. Er selbst habe als Bundestrainer gelernt, dass das Alter eines Spielers nicht entscheidend sei, wenn die Leistung stimmt. Götze allerdings kann bei seinen ehemaligen DFB-Kollegen und Klub-Mannschaftskameraden Jerome Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller nachfragen, wie Löw das Ganze sieht.

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Lars Pollmann  
11.10.2020