Neuer Direktor Nationalmannschaften

Völler über DFB-Amt: "War nicht richtig überzeugt"

Rudi Völler ist neuer Sportdirektor des DFB. Foto: Getty Images.
Rudi Völler ist neuer Sportdirektor des DFB. Foto: Getty Images.

Rudi Völler ist seit Donnerstagabend neuer Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der Ex-Geschäftsführer von Bayer Leverkusen reagierte auf die Anfrage skeptisch, will nun aber seinen Teil zu einer erfolgreichen Heim-EM von Deutschland beitragen.

Fredi Bobic und Matthias Sammer wurden ursprünglich als Nachfolger von Oliver Bierhoff beim DFB gehandelt, der Verband hat mit Rudi Völler jedoch eine überraschende Lösung präsentiert. Der 62-Jährige, der am Ende der vergangenen Saison aus dem sportlichen Bereich von Bayer Leverkusen ausgeschieden ist, war bisher Teil der fünfköpfigen Task-Force und wird Deutschland nun bis zur Europameisterschaft 2024 als Sportdirektor begleiten.

Völler zögerte mit Zusage

Auf einer Pressekonferenz am Freitag erläuterte Völler, nach der Anfrage von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke daran gezweifelt zu haben, der richtige Mann für die Bierhoff-Nachfolge zu sein. Die Verantwortlichen hätten ihm letztlich ein gutes Gefühl in der Entscheidungsfindung gegeben: "Ich war nicht richtig überzeugt, habe gefragt: ‚Gibt es keinen anderen, der das macht?‘ Nach einigen Tagen und vielen Gesprächen habe ich mich überzeugen lassen, dass es bis zur Europameisterschaft eine gute Lösung ist, dass ich mit meiner Erfahrung, meinem Imput und meinem Verhältnis zu Hansi Flick (Bundestrainer, d. Red.) einige Dinge mitgeben kann, damit wir eine erfolgreiche Europameisterschaft spielen."

"Es ist ein kleines Deja-vu"

Bereits von 2000 bis 2004 war Völler beim DFB tätig, seinerzeit noch als Teamchef. "Es ist ein kleines Deja-vu, aber nicht das Gleiche", sagte Völler, der als Direktor Nationalmannschaften ein anderes Aufgabenfeld übernehmen wird. In der Öffentlichkeit wird sein Engagement skeptisch beäugt, doch ob die Kritiker mit ihrer Einschätzung richtig liegen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Florian Bajus  
20.01.2023