Teilnehmerplätze unabhängig vom aktuellen Abschneiden?

Völler kritisiert UCL-Reformpläne: "Unglaubliche Ungerechtigkeit"

Völler kann den Reformplänen wenig abgewinnen. Foto: Imago
Völler kann den Reformplänen wenig abgewinnen. Foto: Imago

Die letztliche Entscheidung über die geplante Reform der UEFA Champions League soll Mitte des Monats fallen. Schon heute scheint klar, dass die Aufstockung auf 36 Teilnehmer eine Mehrheit finden wird. Noch unklar ist, wie die vier neuen Plätze vergeben werden. Rudi Völler kritisiert die Idee von Wildcards.

"Was ich total schlecht finde, ist, wenn die Champions League von 32 auf 36 Teams aufgestockt wird und die vier Klubs kommen über einen Koeffizienten rein, der mit dem Abschneiden in der aktuellen Saison nichts zu tun hat", so der Geschäftsführer von Bayer Leverkusen im ZDF-'Sportstudio'. Die Aussetzung des Leistungsprinzips sei keineswegs im Sinne des Fußballs, ist Völler überzeugt. "Das ist eine unglaubliche Ungerechtigkeit und das hat dann auch nichts mehr mit Fairplay zu tun."

"Können nicht mal die eigenen Fans gutheißen"

Laut übereinstimmenden Medienberichten deutet aktuell einiges darauf hin, dass ein oder zwei der vier neuen Teilnehmerplätze über eine Koeffizienten-Liste vergeben werden sollen. Gälte das Prinzip schon für die laufende Saison, würde davon etwa Borussia Dortmund profitieren. "Man kann alles verändern, das ist Geschmackssache, aber wenn ein oder zwei Mannschaften reinrutschen, weil sie acht Jahre vorher die Champions League gewonnen haben, das können doch nicht mal die eigenen Fans solcher Vereine gutheißen", kann Völler den Ideen der UEFA und ihrer Spitzenklubs nur wenig abgewinnen. Grundsätzlich seien die Reformpläne ein nötiger Kompromiss, mit dem wohl der Wind aus den Segeln einer möglichen Super-League genommen werden soll. Bayer Leverkusen muss derweil in der kommenden Saison aller Voraussicht nach bestenfalls mit der Europa League vorlieb nehmen.

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Lars Pollmann  
04.04.2021

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